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STEREO GUIDE – Das HiFi-Magazin
Home » Bluetooth-Lautsprecher » Mobil/Outdoor » JBL Go 4 Mini-Bluetooth Speaker im Test
Home/Indoor Mobil/Outdoor

JBL Go 4 Mini-Bluetooth Speaker im Test

Der neue Einstieg in die Welt der JBL-Boxen
Stefan SchickedanzStefan Schickedanz17. Juni 2024
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JBL Go 4 im Test: Lautsprecher liegt im Gelände (Foto: Stefan Schickedanz)
Der JBL Go 4 ist nach IP67 gegen Wasser und Staub geschützt. (Foto: Stefan Schickedanz)

STEREO GUIDE Testurteil

72%
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In der Mobilität ist der neue JBL Go 4 als kleinste Bluetooth-Box seiner Marke kaum zu toppen. Das erfordert klanglich aber Kompromisse, gerade im Bass, Pegelfestigkeit und Akkulaufzeit. Als moderner UKW-Ersatz, um Webradio oder Podcasts vom Handy zu hören, lässt er sich aber sehr gut nutzen.

Vorteile
  1. Sehr kompakt, leicht; Schlaufe zum Aufhängen
  2. Robustes Gehäuse, wasser- und staubdicht nach IP67
  3. App mit Equalizer
  4. Unterstützt Auracast für Party-Modus und Stereo-Pairing
Nachteile
  1. Kann die Physik nicht überlisten – deutet den Bass nur an
  2. Playtime-Boost-Funktion für Laufzeitverlängerung killt den Bass
  3. Kurze Batterielaufzeit
  • Klang: Natürlichkeit / Transparenz
    6.5
  • Klang: Bass / Dynamik
    4
  • Praxis / Connectivity
    8.8
  • Preis/Leistung
    9.4

Der JBL Go 4 ist unangefochten der kleinste Bluetooth Lautsprecher im Portfolio der Amerikaner. Nicht nur der kleinste, sondern auch der günstigste und der leichteste. Mit 190 Gramm Gewicht unterbietet er selbst noch die ähnlich geformte Konkurrenz wie den Tribit Stormbox Micro 2 und auch seinen Vorgänger, den etwas runderen JBL Go 3.

Als Mobilspeaker für Fahrradtasche oder den Rucksack bietet er sich wegen uneingeschränkter Outdoor-Tauglichkeit mit Schutzklasse IP67 besonders an. Mit seinem an den Seiten von gummiertem Kunststoff und auf Vorder- und Rückseite aus widerstandsfähigen Mash-Gewebe geschützten Gehäuse mit der kleinen Trageschlaufe macht er einen robusten Eindruck. Und auch einen stylishen, denn unter den 7 neuen Farben ist neben violett, pastelligem Pink, Blau, Weiß und Rot auch eine Camouflage-Option.

Herausragendes neues Merkmal in den Spezifikationen ist die Akkulaufzeit, die im Eco-Modus 9 Stunden betragen soll. Gegenüber den 5 Stunden des Vorgängers eine deutliche Verbesserung. Die Konkurrenz bietet dank schwereren Akkus aber noch mehr, zumal der „Playtime Boost“ genannte Stromspar-Betrieb den Tiefgang im Bass radikal beschneidet. Das Aufladen dauert dann allerdings auch wieder volle 3 Stunden, das sollte man beim Betrieb fernab jeder Stromquelle bedenken.

JBL Go 4 im Test: Lautsprecher steht auf einem Felsen (Foto: Stefan Schickedanz)

Bass aus 190 Gramm?

Auch einen verbesserten Tiefgang bis 90 Hz hinab verspricht der Hersteller mit der vierten Generation des JBL Go. Das wäre erstaunlich angesichts des winzigen Gehäuses und des nur 40 Millimeter durchmessenden Breitband-Chassis. Damit letzteres aus nur 4,2 Watt Verstärkerleistung überhaupt so etwas wie Bass-Beats produzieren kann, hilft eine ovale Passivmembran untenherum mit.

Beide Chassis sitzen hinter dem zentralen JBL Logo. Zumindest im Hochton erwarten wir eine kleine Richtwirkung, so dass der JBL Go 4 am besten in Ohrhöhe aufgehängt oder auf einen Tisch gestellt seinen Dienst verrichtet. Dort steht er dank der Gummierung der Unterseite auch recht sicher, ebenso kann man ihn natürlich auch auf den Rücken legen.

Bedienung und Funktionen

Die Tasten sind in jedem Falle alle gut zugänglich. Wie bei den kompakten JBLs üblich, sind Lautstärkeregelung und Wiedergabesteuerung Play/Pause zusammen gruppiert, und zwar als Icons auf der Oberseite. Ein/Aus und die Tasten für Bluetooth-Koppelung und den Aufbau einer drahtlosen Auracast-Verbindung zu weiteren kompatiblen Bluetooth.Boxen rücken auf die entgegengesetzte Seite zu der mit der kleinen Trageschlaufe, unter dem wiederum der USB-C-Anschluss sitzt. Letzterer benötigt übrigens keine Gummilippe, um wasserdicht zu sein.

Während man die angemessen groß ausgeführten Tasten auf der Oberseite selbst in der schwarzen Version des Go 4 trotz fehlender Bedruckung in Kontrastfarbe noch ausreichend zu erkennen sind, lassen sich die drei seitlichen Tasten gerade in der getesteten Farbvariante kaum erkennen.

Signale akzeptiert der Go 4 ausschließlich per Bluetooth 5.3. Da auch kein Mikrofon verbaut ist, müssen Telefongespräche und das Aufrufen des Sprach-Assistenten am Smartphone direkt vorgenommen werden.

Als Neuerung in Sachen Konnektivität verweist der Hersteller auf die Auracast-Kompatibilität, mit der sich auch ein Partymodus aus mehreren Speakern ebenso wie ein Stereo-Paar von zwei JBL Go 4 realisieren lässt.

JBL Go 4 mit der Schlaufe am Sonneschirm aufgehängt. (Foto: Stefan Schickedanz)

Das kann die JBL Portable App

Beide Betriebsarten lassen sich mit der JBL Portable App für Android oder iOS aktivieren. Das gilt auch für den Langlauf-Modus, der hier „Playtime Boost“ genannt wird und wie bereits erwähnt Basskraft gegen Akkulaufzeit tauscht – eine Funktion, die uns im Test des Clip 5 nicht überzeugte. Dazu besitzt der Go 4 einen vollwertigen graphischen 5-Band-EQ mit feinfühliger Anpassung, der aber auf Grund des kleinen Lautsprecher-Chassis gewisse Grenzen gesetzt sind. Dazu mehr im Hörtest.

JBL Go 4 mit JBL Portable App im Praxistest – Screenshot. (Foto: Stefan Schickedanz)
Screenshot
JBL Go 4 mit JBL Portable App im Praxistest – Screenshot. (Foto: Stefan Schickedanz)
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JBL Go 4 mit JBL Portable App in der Praxis – Screenshot. (Foto: Stefan Schickedanz)
Screenshot

JBL Go 4 im Klangtest – kann er wirklich Bass?

Die schlechte, aber vorhersehbare Nachricht vorweg: Der Bass wird eher angedeutet, ganz besonders, wenn man einen Titel mit elektronischen Beats wiedergibt und die Lautstärke über 50 Prozent aufdreht. Dann greift die Schutzschaltung im kleinen DSP-Chip des JBL Go 4 ein und beschneidet den ohnehin nicht gerade üppigen Tiefgang, um den Treiber zu schützen und Übersteuern zu vermeiden. Selbstredend bringt es unter diesen Umständen auch nichts, dem winzigen Bluetooth-Lautsprecher mit dem Equalizer durch Bass-Anhebung auf die Sprünge helfen zu wollen. Das gilt zumindest für den untersten Regler bei 64 Hertz. Allerdings kann man mit dem Regler bei 250 Hz das Gefühl für Punch etwas verbessern.

Um mit der Kritik am Bass, der für die geringen Abmessungen sogar eine nicht zu unterschätzende Leistung bedeutet, zu einem Ende zu kommen: Der Playtime Boost mag den Lautsprecher zwar länger durchhalten lassen, aber das willst du nicht hören. Dann klingt es wirklich bassfrei und krächzig wie eine Dose. Das Gleiche gilt, wenn jemand auf die Idee kommen sollte, das allenfalls für Hörbücher sinnvolle Sound-Preset „Vocal“ zum Musikhören zu verwenden.

Immer sachte mit der Lautstärke

Am besten klang Musik mit den Presets „JBL Signature Sound“ und „Energetic“. Sofern man sich mit der Lautstärke etwas zurückhält und an die Anforderungen der jeweiligen Aufnahmen anpasst, braucht sich der JBL Go 4 in seiner Größenklasse nicht zu verstecken. Er kann allerdings auch kaum auftrumpfen. Man kann aber im Bad damit sehr gut Frühstücksradio hören.

Welche Entwicklung die Baureihe im Laufe der Zeit durchmachte, zeigt der Vergleich eines viele Jahre alten JBL Go 2 aus meinem persönlichen Fundus. Der klingt nicht nur praktisch völlig bassfrei. Er wirkte im Vergleich zur 4. Go-Generation auch sehr stumpf in den Höhen und verlieh den Klangfarben von Stimmen und Instrumenten einen sehr künstlichen Beigeschmack. Die ganze Wiedergabe wirkte unsauber, angestrengt und von einem Plastik-Beigeschmack verfärbt. Hier hat JBL wirklich ganze Arbeit geleistet, auch wenn der Go 4 absolut gesehen viele Wünsche offen lässt. Aber als sehr mobiler Radio-Ersatz für die Westentasche ist er perfekt geeignet – wenn man ihm Webradio vom Smartphone über eine App zuspielt. Zum Anhören von Audio-Books lässt sich der kleinste JBL ebenfalls gebrauchen. Schließlich ist das Gehör bei Stimmen besonders empfindlich. Und hier erfüllt der winzige Bluetooth-Lautsprecher zumindest grundlegende Ansprüche.

Test-Fazit und Alternativen zum JBL Go 4

Im Segment der flachen Mini-Outdoor-Speaker muss sich der JBL vor allem gegen die von den Daten her ähnliche Tribit Stormbox Micro 2 oder auch den etwas teureren, aber stärkeren JBL Clip 5 behaupten. Sein extrem geringes Gewicht unter 200 Gramm ist eine Art Alleinstellungsmerkmal. Dafür liegt auch die Akkulaufzeit etwas unter der der schwereren Konkurrenten. Vor allem aber hält er gerade im Bass einen gewissen Respektabstand zum Tribit und dem ebenfalls erwachsner klingenden größeren Bruder von JBL. Wenn das Budget und der Platz in der Tasche es zulassen, dann lohnt sich die Mehrausgabe – obgleich der GO 4 für seine minimale Größe wirklich ein gelungener Bluetooth-Lautsprecher geworden ist, gegen den das Ur-Modell der Baureihe trotz ähnlicher Abmessungen schon fast wie ein altes Telefon klingt.

JBL Go 4: Technische Daten

  • Preisempfehlung des Herstellers: 49 Euro
  • Abmessungen (B x H x T): 9,4 x 7,8 x 4,2 cm
  • Gewicht: 190 g
  • Akkulaufzeit bis zu 9 Stunden (Eco-Modus, sonst maximal 7)
  • Besonderheiten: wasserdicht gemäß Schutzklasse IP67, App-Steuerung, Stereo-Pairing, EQ
  • Mehr unter: www.jbl.com
  • Testbericht: Tribit StormBox Flow
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Akkubetrieb App-Steuerung Bluetooth Bluetooth-Lautsprecher JBL Mini Schwarz Stereo-Pairing Weiß
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Der Chefredakteur von STEREO GUIDE testet seit über drei Jahrzehnten als HiFi-Experte für Print- und Online-Magazine wie AUDIO, stereoplay, LowBeats oder FAZ Kaufkompass. Neben gepflegter Musikwiedergabe mag er schnelle Autos – gerne auch Oldtimer – mit sattem Sound. Über dieses Thema berichtet er ebenfalls regelmäßig, nicht zuletzt auf dieser Plattform.

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