Der JBL Pulse 6 soll nicht nur Partys erleuchten: Der neue Bluetooth-Lautsprecher verbindet 40 Watt Leistung und einen deutlich erweiterten Tiefgang mit einer 360-Grad-Lichtshow, einem beleuchteten Metallgriff sowie Nachtlicht und Sunset Mode. Bluetooth 6.0, Auracast und verlustfreies USB-C-Audio modernisieren die Konnektivität. Verkaufsstart ist am 6. Oktober zum Preis von 299,99 Euro.
Seit dem ersten Pulse von 2013 verbindet JBL tragbare Lautsprecher mit einer Rundum-Beleuchtung. Bei der sechsten Generation wollen die Entwickler nun nicht nur die Lichtshow, sondern auch den Klang weiterentwickelt haben. Das erscheint durchaus angebracht: Der JBL Pulse 5 begeisterte uns im Test mit seinen einzigartigen Lichteffekten, musste sich klanglich aber konventionelleren Bluetooth-Boxen geschlagen geben.
40 Watt wie bisher – aber deutlich mehr Tiefgang
An der Verstärkerleistung ändert sich zunächst nichts. Wie sein Vorgänger verteilt der JBL Pulse 6 insgesamt 40 Watt auf einen mit 30 Watt betriebenen Tieftöner und einen 10-Watt-Hochtöner. Neu ist der quadratische Tieftöner mit 63,8 Millimetern Kantenlänge; die Hochtonkalotte misst erneut 16 Millimeter.
Der interessante Fortschritt steckt im angegebenen Frequenzgang. Während beim Pulse 5 bei 58 Hertz Schluss war, soll die neue Generation bis 42 Hertz hinabreichen – jeweils gemessen bei minus 6 Dezibel. Ein um 16 Hertz tieferer Grenzwert ist in dieser Größenklasse durchaus beachtlich und könnte dem Klang jene Substanz verleihen, die wir beim Vorgänger besonders mit Rockmusik vermissten.
Zusätzlich setzt JBL auf AI Sound Boost. Die Signalverarbeitung analysiert die Musik in Echtzeit und soll den verfügbaren Pegel mit möglichst geringen Verzerrungen ausschöpfen. Ob der Pulse 6 dadurch tatsächlich natürlicher, ausgewogener und bassstärker klingt, muss ein Hörtest zeigen. Mit dem größeren JBL Xtreme 5 überzeugte die aktuelle Kombination aus neuer Akustikarchitektur und intelligenter Signalverarbeitung bereits eindrucksvoll.


16 Lichtthemen und ein leuchtender Tragegriff
Das Markenzeichen der Baureihe bleibt die transparente 360-Grad-Lichtshow. Beim Pulse 6 stehen insgesamt 16 Themen bereit. Zehn davon sind als ruhigere Ambient-Szenen angelegt und tragen Namen wie Universe, Firefly, Sea, Campfire oder Aurora. Sechs Party-Themen – darunter Neon, Loop, Bounce und Freeze – reagieren dynamischer auf die Musik.
Neu ist der integrierte Metallgriff, der mit eigenen Effekten selbst zum Bestandteil der Lichtshow wird. Das soll nicht nur spektakulärer aussehen, sondern den Transport gegenüber dem schlichten Trageriemen des Vorgängers erleichtern. Nach Angaben von JBL besteht der Griff zu 93 Prozent aus recyceltem Metall.
Vom Partylicht zur Nachttischlampe
Seine Beleuchtung möchte der Pulse 6 ausdrücklich nicht nur auf Partys ausspielen. Im Sunset Mode dimmt er das Licht über einen zuvor in der JBL One App festgelegten Zeitraum langsam herunter. Passende Ambient-Sounds lassen sich ebenfalls auswählen. Ein doppeltes Antippen aktiviert auch ohne Griff zum Smartphone ein warmes Nachtlicht.
Die Idee besitzt durchaus Charme: Im Wohnzimmer übernimmt der Pulse 6 damit die Rolle einer modernen Lavalampe, am Bett wird er zur musikalischen Nachttischleuchte. Das Licht bleibt allerdings Teil eines Lautsprechers und ersetzt natürlich keine vollwertige Raumbeleuchtung.
Bluetooth 6.0, Auracast und verlustfreies USB-C-Audio
Für die drahtlose Übertragung nutzt der JBL Pulse 6 Bluetooth 6.0. Als Codecs nennt der Hersteller SBC, AAC und LC3. Auracast löst das bisherige PartyBoost-System ab und verbindet mehrere kompatible JBL-Lautsprecher. Zwei Pulse 6 können dabei ein echtes Stereopaar bilden. Ein einzelnes Exemplar verteilt den Klang zwar rundum im Raum, bleibt aber naturgemäß ein Mono-Lautsprecher.
Mit weiteren Pulse-6-Exemplaren sowie kompatiblen JBL PartyBox-Lautsprechern und PartyLights lassen sich Sound und Beleuchtung gemeinsam synchronisieren. Außerdem ermöglicht USB-C erstmals die verlustfreie digitale Musikwiedergabe per Kabel. Für Karaoke soll sich der Lautsprecher unkompliziert mit dem JBL EasySing Mic Mini kombinieren lassen.
Die Steuerung übernimmt nun die JBL One App statt der beim Pulse 5 verwendeten JBL Portable App. Sie verwaltet Lichtthemen, Sunset Mode und Ambient-Sounds, erlaubt Klangkorrekturen per Equalizer und übernimmt die Verbindung mehrerer Lautsprecher.
IP68-Schutz und weiterhin zwölf Stunden Laufzeit
Trotz des neuen Metallgriffs und des größeren Gehäuses bleibt das Gewicht mit 1,49 Kilogramm praktisch unverändert. Der Pulse 6 misst 13,2 × 26,4 × 10,6 Zentimeter und fällt damit vor allem höher aus als sein Vorgänger. Der Schutz verbessert sich von IP67 auf IP68: Der Lautsprecher ist vollständig gegen Staub geschützt und verträgt nach Herstellervorgaben auch längeres Untertauchen unter definierten Bedingungen.
Der Akku wächst von 27 auf 34 Wattstunden. An der versprochenen Laufzeit von bis zu zwölf Stunden ändert sich dennoch nichts – die aufwendigere Beleuchtung und die neue Elektronik verlangen offenbar ihren Anteil. Eine vollständige Ladung soll viereinhalb Stunden dauern. Wie immer hängen die real erreichbaren Werte stark von Lautstärke und gewählter Lichtshow ab.
JBL Pulse 6 und Pulse 5 im Vergleich
| Merkmal | JBL Pulse 6 | JBL Pulse 5 |
|---|---|---|
| Ausgangsleistung | 30 + 10 Watt RMS | 30 + 10 Watt RMS |
| Tieftöner | 63,8 × 63,8 mm | 64 mm |
| Hochtöner | 16 mm | 16 mm |
| Frequenzgang | 42 Hz bis 20 kHz | 58 Hz bis 20 kHz |
| Bluetooth | 6.0, SBC, AAC, LC3 | 5.3 |
| Lautsprecher-Kopplung | Auracast, Stereo-Pairing | PartyBoost, Stereo-Pairing |
| USB-C-Audio | ja, verlustfrei | nein, nur Laden |
| Lichtshow | 16 Themen, beleuchteter Griff, Nachtlicht, Sunset Mode | 360-Grad-Lichtshow |
| App | JBL One | JBL Portable |
| Schutzklasse | IP68 | IP67 |
| Akku | 34 Wh, bis zu 12 Stunden | 27 Wh, bis zu 12 Stunden |
| Abmessungen | 13,2 × 26,4 × 10,6 cm | 10,7 × 21,4 × 13,2 cm |
| Gewicht | 1,49 kg | 1,47 kg |
| ursprüngliche UVP | 299,99 Euro | 249,99 Euro |
Preis und Verfügbarkeit
Der JBL Pulse 6 kommt am 6. Oktober 2026 für 299,99 Euro beziehungsweise 299,95 Schweizer Franken auf den Markt. Gegenüber dem Pulse 5 steigt der Listenpreis damit um 50 Euro oder 20 Prozent. Dafür legt die neue Generation beim nominellen Tiefgang, beim Schutz und bei der Konnektivität deutlich zu. Ob auch der Klang den Sprung vom leuchtenden Lifestyle-Lautsprecher zur ernst zu nehmenden Bluetooth-Box schafft, wird ein Test klären müssen.
Weitere Informationen: JBL
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