STEREO GUIDE Testurteil
Die Tribit StormBox Micro 3 überzeugte im Test mit bis zu 24 Stunden AkkuLaufzeit, vergleichsweise sattem Bass, Bluetooth 6.0, deutlich verbesserter Klang und einem neuen 2-in-1-Befestigunsgssystem. Auch die Bedienung und die App wurden noch mal verbessert. Ein toller Mini-Bluetooth-Lautsprecher für einen sehr fairen Preis.
Vorteile
- Für die Mini-Klasse solides Bassfundament
- Hohe Transparenz und gute Hochtonauflösung
- Bis zu 24 Stunden Betriebszeit mit einer Akkuladung
- Smartes 2-in-1-Befestigungssystem mit Riemen und Magneten
Nachteile
- Brillanzbetonung lässt Stimmen je nach Einstellung und Musik-Track etwas harsch erscheinen
- XBass geht zu Lasten von Pegelfestigkeit und Präzision
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Natürlichkeit / Transparenz6.9
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Bass / Dynamik5.5
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Praxis / Connectivity9
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Preis/Leistung10
Mit der Tribit StormBox Micro 3 geht Tribit den nächsten Schritt in der Mini-Klasse. Der Vorgänger, die Micro 2 (hier geht es zum Test), gehörte zu den wenigen ultrakompakten Lautsprechern, die überhaupt so etwas wie glaubwürdigen Bass und nicht nur quäkige Mitten liefern konnten. Entsprechend hoch waren die Erwartungen in der STEREO GUIDE Redaktion an die neue Generation – und die fällt deutlich umfangreicher aus als ein reines Update.
Konzept: Mehr Outdoor, mehr Flexibilität
Die größte Neuerung ist das überarbeitete Nutzungskonzept. Neben dem bekannten Gummiriemen bietet die Micro 3 jetzt ein 2-in-1-Befestigungssystem: Sie lässt sich sowohl klassisch mit einem Gummiriemen nach Vorbild der Bose SoundLink Micro befestigen als auch magnetisch an metallischen Oberflächen fixieren. Damit wird der kleine Speaker deutlich vielseitiger. Er lässt sich mit dem Strap umstandslos am Fahrradlenker oder am der Werkbank befestigen. Aber dann darf der Durchmesser nicht zu groß sein.


An meinem stählernen Schreibtisch oder dem Balkongeländer hielt der Mini-Bluetooth-Lautsprecher aber auch einfach mit seinem, in die Unterseite integrierten Magneten. Dabei gibt es einen Trick: Wenn der kleine Riemen eingehängt ist, schwächt er die Wirkung des Magneten ab. Wer den Verschluss öffnet und den Gummiriemen einfach baumelt lässt wird feststellen, dass man die StormBox sogar kopfüber am Stahlgeländer des Balkons aufhängen kann. Auf jeden Fall finde ich die neue Kombination aus Riemen und Magnetkraft sehr smart für den Alltag.
Draußen zuhause dank gesteigertem Staub- und Wasserschutz
Die Tribit StormBox Micro 3 ist konsequent auf den mobilen Outdoor-Einsatz ausgelegt und legt bei der Robustheit noch einmal nach. Neben der IP68-Zertifizierung, die vollständigen Schutz gegen Staub sowie dauerhaftes Untertauchen ermöglicht, ist der Lautsprecher zusätzlich nach Militärstandard gegen Stürze aus bis zu 1,22 Metern Höhe abgesichert. Damit eignet er sich nicht nur für Strand oder Pool, sondern auch für rauere Einsätze etwa beim Wandern, Radfahren oder im Alltag unterwegs. Das Vertrauen in die gesteigerte Robustheit wird durch einen insgesamt hochwertigeren Verarbeitungseindruck untermauert.
Auch bei der Akkulaufzeit legt die Tribit StormBox Micro 3 deutlich zu. Statt der rund 12 Stunden der Vorgängergeneration sind jetzt bis zu 24 Stunden Musikwiedergabe bei moderater Lautstärke möglich – ein klarer Sprung in dieser Größenklasse. Praktisch im Alltag ist zudem die Schnellladefunktion: Bereits 15 Minuten am Netz reichen für bis zu vier Stunden Wiedergabe, eine vollständige Ladung dauert rund zwei Stunden bei einer Leistung von 15 Watt über den USB-C-Anschluss, der sich jetzt unter einer Gummiklappe versteckt. Damit wird der kleine Lautsprecher nicht nur ausdauernder, sondern auch deutlich flexibler im spontanen Einsatz.



Technik: Deutliches Upgrade unter der Haube
Im Inneren hat sich mehr getan als beim Wechsel von Gen 1 auf Gen 2. Die Leistung steigt auf 13 Watt. Der neue, für einen Mini-Bluetooth-Speaker recht stattliche 4,8-cm-Treiber mit besonders starkem NdFeB-Magneten (Neodym-Eisen-Bor) sowie zwei koaxiale Passivmembranen sollen für mehr Druck sorgen. Ergänzt wird das durch die XBass-Funktion, die gezielt den Tieftonbereich anhebt.
Auch bei der Laufzeit legt Tribit massiv nach: Bis zu 24 Stunden sind eine klare Ansage in dieser Klasse. Schnellladen und Powerbank-Funktion bleiben ebenfalls an Bord.
Bei der Konnektivität steigt die Micro 3 auf Bluetooth 6.0 inklusive AAC-Unterstützung mit einer Rechweite auf freiem Feld von bis zu 45 Metern um. Es gibt auch wieder eine TWS-Kopplung für Stereo-Betrieb sowie eine deutlich erweiterte Tribit App mit 9-Band-Equalizer und einer ganzen Reihe von Sound-Presets. Dazu zählen etwa „Tribit Signature“, „Im Freien“ . „Rap“ oder „XBass“. Letztere lässt sich auch über eine eigene, beleuchtete Taste an der Mini-Bluetooth-Box selbst aktivieren. In den Systemeinstellungen können Nutzer aber frei festlegen, zwischen welchen beiden Klang-Modi sie umschaltet. Eine clevere, praxisgerechte Lösung. Dazu kommen Zusatzfunktionen wie der einstellbare Sleep-Timer, der den Lautsprecher nach einer vorwählbaren Inaktivität abschaltet.

Bedienung und App
Die Steuerung erfolgt wie gehabt über Tasten am Gerät und die fpr iOS- und Android-Geräte kostenlos angebotene Tribit App. Letztere ist inzwischen ein echter Mehrwert: Der Equalizer greift deutlich feiner ein als bei vielen Konkurrenten, und die Presets sind sinnvoll abgestimmt. Vor allem hat der Mini-Bluetooth-Lautsprecher trotz seines gringen Gehäusevolumens und der kleinen Membran genug Reserven auch gerade am unteren Ende des übertragenen Frequenzspeaktrums, dass überhaupt Spielraum für Klangkorrekturen wie eine spürbare Bass-Anhebung im 80-Hertz-Band bleibt.
Die Flexibilität steigt in der dritten Generation, gleichzeitig bleibt die Bedienung bis auf Tastenkombinationen, die man auswendig lernen muss, weitgehend unkompliziert.






Sound-Test: So klingt die StormBox Micro 3
Schon nach kurzem Reinhören zeigt sich die neue Ausrichtung deutlich. Die Tribit StormBox Micro 3 wirkt im Klangbild offener und transparenter als die Micro 2.
Die Höhen sind präsenter und besser aufgelöst, Details treten klarer hervor. Auch Stimmen profitieren von einer frischeren, direkteren Wiedergabe. Insgesamt wirkt der Lautsprecher weniger kompakt gedacht, sondern freier und erwachsener abgestimmt.
Allerdings bringt diese neue Klarheit auch eine Kehrseite mit sich. In bestimmten Einstellungen, gerade auch „Tribit Signature“ neigt der Speaker zu einer leichten Schärfe, besonders bei höheren Lautstärken oder entsprechend gemischtem Material.
XBass bringt was
Die XBass-Funktion kann hier sinnvoll gegensteuern, indem sie dem Klang mehr Fundament und Volumen gibt. Gleichzeitig zeigt sich dann aber die physikalische Grenze des kompakten Gehäuses: Bei höheren Pegeln wirkt der Bass mit dem Zusatz-Boost mit bestimmten Aufnahmen weniger sauber, da der kleine Treiber an seine Grenzen kommt und bei elektronischen Beats à la „Ratchets“ von Hedegaard komprimiert. Wenn man die geringen Abmessungen bedenkt, muss man vor der Leistung der Ingenieure bei Tribit aber trotzdem den Hut ziehen.
Unterm Strich zeigt sich, dass Tribit stärker auf Transparenz und Präsenz setzt. Die 3. Generation startet also mit mehr Klang-Anspruch, aber auch etwas weniger Fehlertoleranz. Im direkten Vergleich klingt die insgesamt rund um ihre technologischen Limits – sagen wir – charmant abgestimmte 2. Generation der StormBox Micro nicht nur schlanker im Bass, sondern auch etwas verwaschen und weniger durchhörbar im Mittel-Hochtonbereich.
Fazit und Alternativen: Tribit StormBox Micro 3
Die Tribit StormBox Micro markiert abermals einen klar nachvollziehbaren Fortschschritt zur Vorgängergeneration (hier findet Ihr unseren Test), die ihrerseits einen deutlichen Schritt gegenüber der ersten Generation (hier geht es zum Test). Das gilt sowohl für den Klang als auch für Ausstattung und Funktionalität. Natürlich in selbst ein verhältnismäßig basskräftiger Mini-Lautsprecher wie die StormBox Micro 3 absolut gesehen nicht geeignet, damit eine Fete oder eine lockere Runde im Park mit fetten Beats zu beschallen. Doch realtiv gesehen bietet sie jetzt noch mehr als der rundum gelungene Vorgänger einen frischeren, transparenteren Klang mit deutlich mehr Tiefton-Fundament. Und das für einens sehr moderaten Preisaufschlag. Der Trendsetter in diesem Bereich, die inzwischen abgelöste Bose SoundlInk Micro stand schon vor Jahren mit dem Doppelten in der Preisliste.
Da kann man schon mal ein Auge angesichts der durch Brillanzbetonung etwas kühlen Stimmenwiedergabe ein Auge zudrücken, zumal man sich mit dem Equalizer und einigen der Sound-Presets Linderung verschaffen kann. Mit aktivierter XBass-Funktion macht der smarte Mini-Bluetooth-Speaker richtig Spaß, so lange man ihm nicht zu viel Pegel abverlangt. Im Moment ist er der Größte unter den Kleinsten!
Weitere Alternativen finden Sie in unserer Bluetooth-Lautsprecher-Bestenliste
Technische Daten Tribit StormBox Micro 3
- Preisempfehlung des Herstellers: 65 Euro
- Abmessungen (B x H x T): 11,2 × 4,5 × 10,8 cm
- Gewicht: 330 g
- Akkulaufzeit bis zu 24 Stunden
- Besonderheiten: Wasserdicht nach IP68, Stereo-Pairing mit identischen Modellen, Gummiband und Magnethalterung für flexible Montage
- Mehr unter: www.tribit.com






