Sony könnte einem aktuellen Leak zufolge einem seiner beliebtesten Kopfhörer ein überraschendes Comeback spendieren. Ausgangspunkt der Spekulationen ist ein Bericht der auf Android und Google spezialisierten Website 9to5Google, den anschließend auch das renommierte US-Technikmagazin Engadget aufgegriffen hat. Demnach arbeitet Sony an einer Neuauflage des WH-1000XM4, die laut dieser Quellen im September 2026 vorgestellt werde. Das neue Modell soll unter der Bezeichnung WH-1000XM4C erscheinen und viele Stärken des 2021 von STEREO GUIDE getesteten Originals bewahren – zu einem deutlich niedrigeren Preis.
Der ursprüngliche WH-1000XM4 kam bereits 2020 auf den Markt und genießt bis heute Kultstatus. In unserem Test des Sony WH-1000XM4 überzeugte er mit exzellentem Noise Cancelling, ausgewogenem Klang, hohem Tragekomfort und einer umfangreichen Ausstattung. Besonders gelobt wurden die natürliche Abstimmung, die hervorragende Sprachverständlichkeit sowie praktische Funktionen wie Multipoint-Bluetooth und Sonys intelligente Anpassung der Geräuschunterdrückung an die Umgebung.
Bekannte Technik zum günstigeren Preis
Laut den durchgesickerten Informationen soll der neue WH-1000XM4C das erfolgreiche Grundkonzept weitgehend übernehmen. Dazu zählen unter anderem:
- Active Noise Cancelling mit Sonys bewährtem QN1-Prozessor
- Hi-Res-Audio-Unterstützung
- Spatial Audio
- Touch-Bedienung an den Ohrmuscheln
- das kompakte, faltbare Design des XM4
Als größter Unterschied wird eine leicht verkürzte Akkulaufzeit genannt. Statt bis zu 38 Stunden ohne ANC beziehungsweise 30 Stunden mit aktivierter Geräuschunterdrückung soll der XM4C auf rund 34 beziehungsweise 27 Stunden kommen. Als Preis werden 249,99 Euro beziehungsweise 219,99 Pfund gehandelt.
Warum sollte Sony ausgerechnet den XM4 zurückbringen?
Ob Sony den WH-1000XM4C tatsächlich als günstigeres Einstiegsmodell positioniert, erscheint allerdings aus Sicht von STEREO GUIDE noch nicht völlig schlüssig. Zwar sprechen die Leaks von einer niedrigeren UVP und einer leicht verkürzten Akkulaufzeit, doch die technischen Unterschiede wirken bislang überraschend gering. Das Design entspricht weitgehend dem bekannten XM4, und auch der bewährte QN1-Prozessor soll weiterhin zum Einsatz kommen. Allein drei Stunden weniger Akkulaufzeit dürften den Preisunterschied kaum erklären.
Denkbar wäre stattdessen, dass Sony intern modernisierte und inzwischen günstigere Komponenten einsetzt, etwa bei Bluetooth-Elektronik, Stromversorgung oder Speicher, ohne das erfolgreiche Gesamtkonzept grundlegend zu verändern. Ebenso möglich ist, dass sich hinter der Bezeichnung „XM4C“ weniger ein Sparmodell als vielmehr eine „Classic“-Version verbirgt, die parallel zum Premium-Modell WH-1000XM6 im Sortiment bleibt. Welche Strategie Sony tatsächlich verfolgt, dürfte sich erst mit einer offiziellen Vorstellung klären.
Dass Sony den XM4 unter neuem Namen zurückbringen soll, wirkt auch deshalb ungewöhnlich, weil das ursprüngliche Modell bis heute im Handel erhältlich ist. Sollte der WH-1000XM4C tatsächlich erscheinen, dürfte Sony mehr als nur einen neuen Modellnamen liefern müssen. Bislang sprechen die Leaks lediglich von einer leicht reduzierten Akkulaufzeit – zu wenig, um die Existenz einer zweiten XM4-Variante schlüssig zu erklären.

Der aktuelle WH-1000XM6 überzeugte im Test
In unserem Test des Sony WH-1000XM6 kamen wir zu dem Fazit, dass Sony die Schwächen des von 2022 bis 2025 gebauten XM5 konsequent beseitigt und den Spitzenplatz im Premium-Segment weiter ausgebaut hat:
Mit einem günstigeren XM4C könnte Sony nun eine attraktive Alternative für Käufer schaffen, denen der XM6 zu teuer ist oder die das kompakte Design des erfolgreichen XM4 bevorzugen.
Noch handelt es sich allerdings um einen Leak. Eine offizielle Ankündigung von Sony steht bislang aus.






