STEREO GUIDE Testurteil
JBL verbessert die erfolgreiche Boombox 4 an den entscheidenden Stellen: Die neue Generation spielt lauter, liefert mehr Punch und bietet vor allem im Akkubetrieb deutlich mehr Leistungsreserven. Gleichzeitig ist sie leichter geworden. Weniger überzeugend fiel im Test lediglich der Bass-Boost aus, der bei hohen Pegeln und in Innenräumen eher Nachteile brachte.
Vorteile
- Erfüllt den Wunsch nach viel Bass bei kompakten Abmessungen
- Klare, frische Höhenwiedergabe
- Nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt
- Gute Bedienbarkeit
Nachteile
- Bass-Boost für geschlossene Räume wenig geeignet
- Kein Aalog-Eingang
-
Natürlichkeit / Transparenz8.4
-
Bass / Dynamik9.5
-
Praxis / Connectivity9.1
-
Preis/Leistung9.2
Die JBL Boombox gehört seit Jahren zu den bekanntesten tragbaren Bluetooth-Lautsprechern überhaupt. Schon die dritte Generation, die wir bei STEREO GUIDE im Test hatten, setzte mit ihrem kräftigen Bass, den enormen Pegelreserven und der robusten Outdoor-Ausrichtung ein deutliches Ausrufezeichen. Die JBL Boombox 3 war kein kompakter Begleiter für nebenbei, sondern eine ausgewachsene Partybox im tragbaren Format.
Mit der JBL Boombox 4 legt Harman nun nach. Der Anspruch ist unverändert hoch: mehr Leistung, mehr Basskontrolle, längere Laufzeit und eine noch bessere Alltagstauglichkeit. Gleichzeitig hat JBL einige Punkte überarbeitet, die im Vergleich zur Vorgängerin besonders interessant sind. Die neue Boombox 4 ist größer geworden, wiegt aber weniger. Sie setzt nicht mehr auf PartyBoost, sondern auf Auracast. Dazu kommen eine veränderte Treiberfonfiguration, zwei Bass-Boost-Modi, USB-C-Audio und ein austauschbarer Akku.
Damit bleibt die JBL Boombox 4 ihrer Linie treu, rückt technisch aber deutlich näher an die aktuellen JBL-Generationen heran.
Nachfolger der JBL Boombox 3
Die JBL Boombox 3 war in unserem Test ein ausgesprochen kräftiger Bluetooth-Lautsprecher mit echtem 3-Wege-Aufbau. JBL kombinierte damals einen zentralen ovalen Subwoofer mit zwei Mitteltönern und zwei Hochtönern. Im Netzbetrieb standen 180 Watt RMS zur Verfügung, im Akkubetrieb reduzierte sich die Leistung auf 136 Watt RMS. Die maximale Akkulaufzeit lag bei bis zu 24 Stunden, dazu kamen IP67-Schutz, Klinkeneingang, Powerbank-Funktion und die JBL Portable App für iOS und Android mit 7-Band-Equalizer.


Die Boombox 4 verfolgt einen etwas anderen Ansatz. Sie verzichtet auf den zentralen Subwoofer der dritten Generation und nutzt stattdessen zwei größere 12,3-cm-Tieftöner, zwei 2-cm-Hochtöner und insgesamt drei Passivmembranen. Zwei davon sind rund ausgeführt, eine weitere besitzt eine Racetrack-Form.
Mehr Leistung, vor allem im Akkubetrieb
Auch bei der Ausgangsleistung gibt es eine neue Aufteilung. Im Netzbetrieb liefert die Boombox 4 laut Datenblatt zweimal 65 Watt RMS für die Tieftöner und zweimal 40 Watt RMS für die Hochtöner. Daraus ergeben sich insgesamt 210 Watt RMS. Im Akkubetrieb sind es zweimal 60 Watt RMS für die Tieftöner und ebenfalls zweimal 40 Watt RMS für die Hochtöner, also 200 Watt RMS. Gegenüber der Boombox 3 legt JBL damit vor allem im Akkubetrieb deutlich zu. Und JBL hat die vierte Genertion des Bestsellers auch auf mehr Maximalpegel ausgelegt.
Interessant ist auch der Vergleich bei Gewicht und Abmessungen. Die Boombox 3 brachte rund 6,7 Kilogramm auf die Waage und maß 48,2 x 25,7 x 20 Zentimeter. Die neue Boombox 4 ist mit 50,6 x 26,3 x 21,3 Zentimetern etwas größer, wiegt laut Datenblatt aber nur noch 5,89 Kilogramm. Sie ist also gewachsen, gleichzeitig aber spürbar leichter geworden. Das ist im Alltag mehr als eine Randnotiz, denn gerade bei einem tragbaren Lautsprecher dieser Klasse zählt jedes eingesparte Gramm.

Design und Verarbeitung
Optisch bleibt die Boombox 4 sofort als Mitglied der JBL-Familie erkennbar. Das Grundkonzept mit der großen, röhrenförmigen Lautsprecherfront und dem massiven Tragegriff wurde beibehalten. Genau dieses Design hat der Boombox-Serie ihren hohen Wiedererkennungswert verschafft. Es erinnert noch immer an klassische Ghettoblaster, ist aber moderner, robuster und stärker auf Outdoor-Nutzung ausgelegt.
Im Vergleich zur Boombox 3 wirkt die neue Generation etwas voluminöser. Gleichzeitig fällt das geringere Gewicht positiv auf, sobald man sie anhebt. Die Boombox 4 bleibt natürlich kein Leichtgewicht, doch sie ist für ihre Leistungsklasse erstaunlich gut transportabel. Der große Griff macht den Transport komfortabel, und das Gehäuse vermittelt den Eindruck, auch härteren Einsätzen am Badesee, im Garten oder auf der Terrasse standzuhalten.
JBL gibt für die Boombox 4 die Schutzklasse IP68 an. Damit übertrifft sie die Boombox 3, die nach IP67 geschützt war. Beide Modelle sind damit gegen Staub und Wasser gewappnet, die neue Generation legt beim Schutzgrad aber noch einmal nach. Für einen Lautsprecher, der ausdrücklich für den Einsatz im Freien gedacht ist, ist das ein wichtiger Punkt. Regen, Sand oder Spritzwasser sollten die Boombox 4 im normalen Partyalltag nicht aus der Ruhe bringen.
Auch beim Thema Nachhaltigkeit hat JBL nachgebessert. Das Gehäuse besteht anteilig aus recyceltem Kunststoff, der Lautsprecherstoff ebenfalls aus recyceltem Material. Die Verpackung nutzt FSC-zertifiziertes Papier und wird laut Hersteller mit Sojatinte bedruckt. Noch wichtiger ist jedoch der austauschbare Akku. Dieser ist separat erhältlich und soll sich in wenigen Schritten wechseln lassen. Bei einem leistungsstarken Akku-Lautsprecher ist das ein echtes Plus, weil der Energiespeicher meist das Bauteil ist, das nach einigen Jahren zuerst schwächelt.
Technischer Aufbau
Die JBL Boombox 4 setzt auf ein aktives Lautsprecherkonzept mit zwei großen Tieftönern, zwei Hochtönern und drei Passivmembranen. Die beiden auf der Mitte der Schallwand angeordneten Tieftöner messen jeweils 12,3 Zentimeter. Die Hochtöner besitzen einen Durchmesser von 20 Millimetern. Unterstützt wird der Bassbereich durch zwei runde Passivmembranen auf beiden Seiten des mit Meshgewebe überzogenen Gehäuses und eine zusätzliche, ovale Racetrack-Passivmembran auf der Rückseite.
Damit unterscheidet sich die Boombox 4 deutlich vom Vorgänger. Die Boombox 3 arbeitete noch mit einem 2.1-System, bei dem ein zentraler Subwoofer den Bass übernahm. Die neue Generation verteilt den Tieftonbereich auf zwei größere Woofer. In Verbindung mit den drei Passivmembranen soll dies für mehr Bassdruck, aber auch für eine sauberere und kontrolliertere Wiedergabe sorgen.
Die Leistungsdaten fallen für einen tragbaren Bluetooth-Lautsprecher beeindruckend aus. Im Netzbetrieb stellt die Boombox 4 insgesamt 210 Watt RMS bereit. Im Akkubetrieb sind es immer noch 200 Watt RMS. Die Boombox 3 kam im Netzbetrieb auf 180 Watt RMS und im Akkubetrieb auf 136 Watt RMS. Damit ist die neue Generation nicht nur auf dem Papier leistungsfähiger, sondern dürfte vor allem ohne Steckdose deutlich souveräner auftreten.
JBL nennt einen Frequenzgang von 37 Hertz bis 20 Kilohertz. Für einen mobilen Lautsprecher ist der untere Wert bemerkenswert tief. Natürlich sagt ein Frequenzgang allein noch nichts über die tatsächliche Bassqualität im Raum oder im Freien aus, er zeigt aber, dass JBL die Boombox 4 weiterhin als ausgesprochen bassstarken Lautsprecher positioniert.
Neu ist außerdem AI Sound Boost. Diese Technologie analysiert laut JBL das Musiksignal in Echtzeit und passt die Wiedergabe so an, dass mehr Leistung bei geringeren Verzerrungen möglich sein soll. Dahinter dürfte eine dynamische Signalverarbeitung stehen, die Treiber, Verstärkerleistung und Verzerrungsgrenzen überwacht. Gerade bei hohen Lautstärken könnte dies wie bei den ebenfalls mit der KI-Klangverbesserung ausgerüsteten kleineren JBl-Boxen vom Flip 7 über den Charge 6 bis zum Xtreme 4 ein entscheidender Punkt sein, denn viele tragbare Bluetooth-Lautsprecher müssen im oberen Pegelbereich den Bass stark zurücknehmen oder klingen zunehmend angestrengt. Ob die Boombox 4 hier an die sehr überzeugende Pegelfestigkeit der Boombox 3 anknüpfen kann, muss der Hörtest zeigen.
Bass-Boost mit zwei Charakteren
Eine wichtige Neuerung der Boombox 4 sind die zwei Bass-Boost-Einstellungen. JBL unterscheidet zwischen Deep Bass und Punchy Bass. Aktiviert wird die Funktion in der App oder über eine Taste auf der Oberseite. Leuchtet das JBL-Markenlogo orange, ist der Deep-Bass-Modus („Tief“) aktiv. Dieser soll den Tieftonbereich besonders satt und tief darstellen. Ein doppelter Tastendruck schaltet in den Punchy-Bass-Modus („Durchschlagend“), der durch ein weiß leuchtendes Symbol auf den Passiv-Mambranen an beiden Gehäuseseiten angezeigt wird. Hier soll der Bass straffer, klarer und dynamischer wirken. Die im Takt der Musik zuckelnde Beleuchtung lässt sich aber auch abschalten.


Das ist im Alltag durchaus sinnvoll. Nicht jede Situation verlangt maximale Tiefbassfülle. In Innenräumen kann zu viel Bass schnell mächtig oder sogar dröhnend wirken, während draußen oft genau diese zusätzliche Portion Fundament willkommen ist. Der Punchy-Modus dürfte sich eher für Musik eignen, bei der Kickbass, Rhythmus und Präzision im Vordergrund stehen. Deep Bass spricht dagegen Nutzer an, die möglichst viel Volumen und Tiefgang erwarten.
Im Vergleich zur Boombox 3 ist diese direkte Basswahl ein Fortschritt. Zwar bot auch der Vorgänger über die JBL Portable App einen 3-Band-Equalizer, doch eine schnell erreichbare Bassabstimmung am Gerät selbst gab es in dieser Form nicht. Die Boombox 4 erlaubt damit eine unkompliziertere Anpassung an Musik, Aufstellung und Hörumgebung.
Wireless Connectivity
Bei der drahtlosen Verbindung setzt die JBL Boombox 4 auf Bluetooth 5.4. Unterstützt werden laut Datenblatt die Profile A2DP 1.4 und AVRCP 1.6. Damit ist die Boombox 4 für klassisches Musikstreaming und die Fernsteuerung grundlegender Wiedergabefunktionen ausgelegt.
Der größere Schritt betrifft jedoch die Multi-Speaker-Funktion. Während die Boombox 3 noch JBL PartyBoost nutzte, setzt die Boombox 4 auf Auracast. Damit folgt JBL dem aktuellen Trend innerhalb der Bluetooth-Welt. Auracast ermöglicht es, kompatible Lautsprecher miteinander zu verbinden und denselben Stream auf mehreren Geräten wiederzugeben. Damit JBL lassen sich zwei Boombox-4-Lautsprecher für richtig räumliche Stereo-Wiedergabe koppeln, außerdem können mehrere Auracast-fähige JBL-Lautsprecher zur Beschallung größerer Flächen eingebunden werden.
Für Besitzer älterer JBL-Modelle ist dieser Wechsel allerdings wichtig. PartyBoost und Auracast sind nicht dasselbe System. Wer bereits eine Boombox 3 oder andere PartyBoost-Lautsprecher besitzt, sollte vor dem Kauf prüfen, ob und wie sich diese mit der neuen Boombox 4 kombinieren lassen. Die Boombox 4 ist klar auf die neue Auracast-Generation ausgelegt.

Anschlüsse
Bei den Anschlüssen geht JBL mit der Boombox 4 einen modernen, aber auch etwas reduzierten Weg. Die neue Generation besitzt einen Netzanschluss für das AC-Kabel und einen USB-C-Anschluss. Über USB-C lässt sich Musik laut Hersteller verlustfrei wiedergeben, sofern Quelle, App und Musikmaterial dies unterstützen. Damit eignet sich die Boombox 4 nicht nur für Bluetooth-Streaming, sondern auch für Nutzer, die ein Notebook oder ein anderes kompatibles Gerät direkt anschließen möchten.
Der analoge 3,5-Millimeter-Klinkeneingang der Boombox 3 entfällt offenbar. Das ist aus Sicht moderner Nutzung nachvollziehbar, dürfte aber nicht jedem gefallen. Wer ältere Zuspieler, DJ-Controller, portable Player oder andere analoge Quellen anschließen möchte, hatte bei der Boombox 3 noch eine einfache Lösung. Bei der Boombox 4 verlagert JBL den kabelgebundenen Betrieb auf USB-C.
Die Powerbank-Funktion bleibt ein wichtiges Praxismerkmal. Gerade unterwegs kann die Boombox 4 damit auch ein Smartphone oder ein anderes mobiles Gerät mit Energie versorgen. Bei einem Lautsprecher mit großem Akku ist das sinnvoll und passt zum Outdoor-Anspruch.
Batterie und Laufzeit
Die Akkulaufzeit gehört traditionell zu den Stärken der Boombox-Serie. Die Boombox 3 kam auf bis zu 24 Stunden Wiedergabezeit. Die Boombox 4 steigert diesen Wert laut JBL auf bis zu 28 Stunden. Zusätzlich gibt es Playtime Boost, womit bis zu sechs weitere Stunden möglich sein sollen. Insgesamt nennt JBL also bis zu 34 Stunden Wiedergabezeit.
Wie immer hängen solche Angaben stark von Lautstärke, Musikmaterial, Bassmodus und Nutzung ab. Eine Boombox, die mit hohen Pegeln und kräftigem Bass betrieben wird, wird den Maximalwert kaum erreichen. Dennoch ist die Steigerung gegenüber der Vorgängerin beachtlich, zumal die Leistung im Akkubetrieb deutlich höher ausfällt.
Der Akku besitzt laut Datenblatt eine Kapazität von 99,02 Wattstunden. Umgerechnet entspricht das 21,6 Volt bei 4584 Milliamperestunden. Die Ladezeit liegt bei etwa drei Stunden. Das ist deutlich alltagstauglicher als bei der Boombox 3, die für eine vollständige Ladung deutlich länger benötigte. Geladen wird über das mitgelieferte AC-Netzkabel, nicht über ein kleines USB-Ladegerät. Für ein Gerät dieser Leistungsklasse ist das sinnvoll, weil die Boombox 4 im Betrieb und beim Laden entsprechend viel Energie benötigt.
Besonders erfreulich ist der austauschbare Akku. JBL weist darauf hin, dass dieser separat erhältlich ist. Für Nutzer, die ihren Lautsprecher über viele Jahre einsetzen wollen, kann das ein wichtiger Vorteil sein. Statt das komplette Gerät zu ersetzen, lässt sich bei nachlassender Akkuleistung der Energiespeicher tauschen.






App und Bedienung
Die Boombox 4 lässt sich wie aktuelle JBL-Lautsprecher über die JBL Portable App verwalten. Schon bei der Boombox 3 war die App ein wichtiger Bestandteil des Bedienkonzepts, weil sie Firmware-Updates und einen Equalizer bereitstellte. Bei der Boombox 4 dürfte sie erneut eine zentrale Rolle spielen.
Über die App lassen sich typischerweise Einstellungen anpassen, Software-Updates einspielen und Multi-Speaker-Funktionen verwalten. Gerade im Zusammenspiel mit Auracast wird die App im Alltag wichtig, wenn mehrere Lautsprecher gekoppelt oder Gruppen eingerichtet werden sollen.
Die direkte Bedienung am Gerät bleibt dennoch entscheidend. Eine Boombox wird häufig draußen genutzt, wo niemand für jede kleine Änderung zum Smartphone greifen möchte. Deshalb ist es sinnvoll, dass JBL wichtige Funktionen wie Lautstärke, Wiedergabe, Bluetooth-Kopplung und Bass-Boost direkt am Lautsprecher zugänglich macht.
Die zwei Bassmodi sind dabei ein besonders praxisnaher Punkt. Statt erst einen Equalizer in der App zu öffnen, lässt sich die Abstimmung schnell am Gerät verändern. Das passt gut zum Charakter einer tragbaren Partybox.
Die JBL Boombox 4 im Sound-Test
Die Hochtonwiedergabe der Boombox fällt sofort durch ihre Feinzeichnung und Auflösung auf. Das verbreitet schon einen Hauch von HiFi-Qualitäten. Allerdings wirkten die Stimmen in Songs wie „I Live in A Suitcase“ (Thomas Dolby, „The Sole Inhabitant“) oder „Take It Back“ (Pink Floyd, „The Division Bell“) etwas kühl. Sie wirkten aber immerhin niemals harsch oder gepresst, weshalb man diese Tonalität auch im Sinne der Partytauglichkeit als eine gewisse Frische werten kann.
Ganz wichtig in diesem Bluetooth-Lautsprecher-Segment ist aber für die meisten, was am unteren Ende des Übertragungsbereichs passiert. Und hier waren die Fans für einen Lautsprecher dieser Größenklasse ein sehr sattes Fundament gewohnt. Treibende Beats, die Dance-Stimmung erzeugten und Laune machten. Dazu stand die Boombox auch schon in der letzten Generation für eine zünftige Pegelfestigkeit.
Den Bass-Boost sollte man mit Umsicht einsetzen. In Innenräumen macht Stufe 1 die Tieftonwiedergabe etwas brummig. In der Wohnung würde ich den „Tief“-Modus vor allem nicht in Verbindung mit Rockmusik verwenden, weil es Präzision kostet und schon knapp über Flüsterlautstärke zu dröhnig wird. Draußen kann der Einsatz der Funktion allerdings mehr überzeugen, ebenso mit elektronischen Dance-Beats. Stufe 2 überzeugte mich mit ihrer etwas plumpen Oberbass-Betonung gar nicht. Doch in Verbindung mit den vier Equalizer-Presets „JBl Signature“, „Chill“, „Energetic“, Vocal und dem frei konfigirierbaren, als Custom-Preset soeicherbaren Einstellmöglichkeiten des 7-Band-EQs sollte jeder mit der Boombox 4 den passenden Sound für seinen Geschmack finden.
Wer die PlayTime-Boost-Funktion verwendet, kann damit die Spielzeit im Akkubetrieb um bis zu sechs Stunden steigern, wenn er bereit ist, Abstriche im Tiefgang und Punch zu machen. Für Hintergrundmusik oder Podcasts sind die Klangeinbußen aber akzeptabel.
Fazit und Alterntiven zur JBL Boombox 4
JBL hat es mal wieder geschafft, einen seiner über mehrere Generationen hinweg erfolgreichen Bluetooth-Lautsprecher zu verfeinern. Gegenüber dem beliebten Vorgänger, der Boombox 3, trumpft das neue Modell durch mehr Pegelfestigkeit und Punch bei gleichzeitig geringerem Gewicht auf. Besonders im Akkubetrieb kann sie deutlich mehr Leistung auffahren als das Vorgängermodell. Damit gewinnt die neue Generation der Boombox besonders im Mobil-Betrieb. Der Bass-Boost konnte gerade in Wohnräumen und bei hohem Pegel nicht überzeugen.
Schon von der Form her positioniert sich die Hama Canton Ultimate Pro als Alternative. Doch der hessische Lautsprecher-Spezialist, der kürzlich gerade seine neue Vento-Serie präsentierte (wir berichteten) setzte bei aller Party-Tauglichkeit andere Prioritäten. Die Abstimmung des in Kooperation mit Hama herausgebrachten Bluetooth-Speakers folgt dem Ideal höchster Ausgewogenheit. Sie klingt wie eine kompakte HiFi-Anlage mit Griff zum Mitnehmen. Wenn also Natürlichkeit mehr zählt als Bass-Bumms und Pegelfestigkeit, lässt sich mit der günstigeren Ultimate Pro ein Schnäppchen ergattern.
Weitere Alternativen finden Sie in unserer Bluetooth-Lautsprecher-Bestenliste
Technische Daten JBL Boombox 4
- Preisempfehlung des Herstellers: 500 Euro
- Abmessungen (B x H x T): 50,6 x 26,3 x 21,3 cm
- Gewicht: 5,89 kg
- Akkulaufzeit bis zu 28 Stunden (34 mit PlayTime Boost), Ladezeit: 3 Stunden)
- Besonderheiten: Bluetooth 5.4, USB-C-Audio-Wiedergabe, wasser/staubdicht gemäß Schutzklasse IP68, JBL Party Boost, Powerbank-Funktion, Equalizer, integriertes Netzteil
- Mehr unter: https://de.jbl.com






