STEREO GUIDE Testurteil
Außergewöhnlich leistungsstarkes und wohnraumfreundliches 5.1.2-Heimkino-Set mit beeindruckenden Dolby-Atmos-Höheneffekten, musikalischem Subwoofer und kaum ortbaren Rear-Lautsprechern zu einem fairen Preis.
Vorteile
- Lückenlose, enorm plastische 3D-Surround-Wiedergabe
- Exzellente Homogenität und Präzisionauch auch für Musikwiedergabe
- Apple AirPlay 2, Google Chromecast und Bluetooth
- Problemloses Setup
Nachteile
- Touch-Tasten auf der Oberseite der Bar kaum erkennbar
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Natürlichkeit / Transparenz9.4
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Bass / Dynamik9.5
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Räumlichkeit9.4
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Praxis / Connectivity9.3
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Preis/Leistung9.6
Seit dem Start der Smart-Serie hat Canton sein kabelloses Audio-Ökosystem kontinuierlich ausgebaut. Was mit Produkten wie Smart Soundbox, Smart Soundbar, Smart Vento, Smart Connect und Smart Amp begann, ist inzwischen zu einem der umfangreichsten Wireless-Programme eines deutschen Lautsprecherherstellers gewachsen. Die Smart Soundbar 10 mit Dolby-Atmos-Unterstützung wurde bereits zur IFA 2019 vorgestellt und avancierte schnell zum Herzstück vieler Canton-Heimkinos. Zwei Jahre später folgte mit der Smart Soundbar 10 S2 eine umfassend überarbeitete Version, die unter anderem HDMI eARC sowie moderne Streaming-Funktionen wie AirPlay 2 erhielt.
Der Anlass für diesen Test ist jedoch ein Neuzugang im Smart-Universum: die Smart Libero. Die kompakten Aktivlautsprecher erweitern das Heimkino-System um zusätzliche Surround-Kanäle und versprechen gemeinsam mit Soundbar und Subwoofer ein vollwertiges Dolby-Atmos-Erlebnis ohne Lautsprecherkabel quer durch das Wohnzimmer.
Smart Libero: Kleine Spezialisten für große Raumklänge
Auf den ersten Blick wirken die Smart Libero wie besonders kompakte Wireless-Lautsprecher für den Einsatz als Stereoanlage. Tatsächlich verfolgen sie jedoch ein anderes Konzept. Die Lautsprecher wurden gezielt als Ergänzung für die Heimkino-Komponenten der Smart-Serie entwickelt und arbeiten ausschließlich in Verbindung mit Produkten wie der Smart Soundbar 10, dem Smart Amp 5.1 oder dem Smart Connect 5.1. Eine eigenständige Nutzung als kompakte Stereo-Aktiv-Boxen ist nicht möglich. Umgekehrt könnte man allerdings in einem, über proprietäre Protokolle vernetzten Canton-Heimkino auch die bereits vor Jahren getesteten Smart Soundbox 3 Gen. 2 für die Surround-Kanäle verwenden. Die lassen sich nämlich auch als autarkes Stereo-Lautsprecherpaar betreiben und über die Canton Smart App steuern.




Dank ihrer kompakten Bauform lassen sich die Smart Libero flexibel als Rear-, Wand- oder sogar Deckenlautsprecher einsetzen. Das elegant gestaltete Gehäuse mit umlaufender Stoffbespannung wird durch Glasflächen auf Ober- und Unterseite veredelt. Dadurch wirken die Lautsprecher besonders hochwertig und fügen sich unauffällig in moderne Wohnräume ein.
Technisch setzt Canton auf ein geschlossenes Zwei-Wege-System. Für den Hochtonbereich arbeitet eine 2,5-Zentimeter-Gewebekalotte, während ein 7,8-Zentimeter-Tiefmitteltöner mit Cellulose-Graphit-Membran den Mittel- und Bassbereich übernimmt. Die integrierte Verstärkung stellt bis zu 70 Watt Leistung bereit.
Soundbar als Schaltzentrale
Optisch bildet die Smart Soundbar 10 S2 gemeinsam mit Smart Sub 10 und Smart Libero ein harmonisches Ensemble. Die charakteristischen Glasoberflächen auf der Oberseite aller Komponenten sorgen für einen hochwertigen Auftritt und heben das System angenehm vom oft nüchternen Design vieler Soundbar-Konkurrenten ab. Bei der Soundbar sind in die Glasabdeckung Touch-Bedienungslemente eingelassen, mit denen sich die wichtigsten Eingaben auch direkt am Gerät vornehmen lassen.
Im Inneren der Smart Soundbar 10 S2 steckt deutlich mehr Lautsprechertechnik, als die schlanke Bauform vermuten lässt. Für die Frontkanäle des 3-Wege Bassreflexsystems setzt Canton links und rechts jeweils auf einen 1,9-cm-Gewebehochtöner sowie einen 5-cm-Aluminium-Mitteltöner. Hinzu kommen vier schräg nach oben gerichtete 8-cm-Aluminium-Tieftöner, von denen zwei gleichzeitig die Höhenkanäle für Dolby Atmos über Deckenreflexionen unterstützen. Zwei großzügig dimensionierte Passivmembranen auf der Front sollen den Tiefgang zusätzlich erweitern und für mehr Druck im Bass sorgen.

Anschlüsse für unterschiedliche Anwendungen
Als moderne Schaltzentrale bietet die Soundbar drei HDMI-Eingänge und einen HDMI-Ausgang mit eARC zur Steuerung der damit verbundenen Audio- und Video-Geräte mit Hilfe von CEC (Consumer Electronics Control) über eine einzige Fernbedienung. Das bedeutet einen Fortschritt gegenüber dem Vorgänger. Darüber hinaus stehen ein analoger Cinch-Eingang sowie ein koaxialer Digitalanschluss bereit. Im Streaming-Bereich unterstützt die Soundbar AirPlay 2, Chromecast built-in und Spotify Connect. Multiroom-Funktionen gehören ebenso zum Ausstattungspaket wie die kabellose Erweiterbarkeit mit weiteren Lautsprechern der Smart-Serie.
Zur Verbindung mit dem Netzwerk lässt einem die Smart Soundbar 10 die Wahl zwischen LAN und WLAN. Als weitere drahtlose Schnittstelle steht Bluetooth bereit. In der nicht mehr taufrischen Version 4.1 und ohne AAC- oder aptX-Unterstützung ist es eher für Besucher gedacht, die mal schnell etwas Musik von ihrem Mobilgerät zuspielen wollen.
Atmos und mehr
Auch bei den unterstützten Audioformaten zeigt sich die Smart Soundbar 10 S2 auf der Höhe der Zeit. Über HDMI eARC verarbeitet sie hochauflösende Mehrkanal-Tonspuren und unterstützt neben Dolby Digital und Dolby Digital Plus auch Dolby TrueHD einschließlich Dolby Atmos. Damit lassen sich die objektbasierten Toninformationen moderner Streaming-Dienste und Ultra-HD-Blu-rays nutzen. Die maximale Auflösung liegt bei 24 Bit/192 kHz.
Musikfans profitieren zudem von der Netzwerk- und Streaming-Ausstattung: Über Chromecast built-in und AirPlay 2 können Audiodaten in hoher Qualität direkt von kompatiblen Mobilgeräten oder Streaming-Diensten zugespielt werden. Damit eignet sich die Soundbar nicht nur als TV-Lautsprecher, sondern auch als zentrale Musiklösung für das Wohnzimmer.
Bemerkenswert: Canton verzichtet bewusst auf integrierte Mikrofone. Sprachsteuerung ist zwar möglich, erfolgt aber ausschließlich über externe Geräte wie Smartphones oder Smart Speaker. Wer Wert auf Datenschutz legt, dürfte diesen Ansatz begrüßen.


Flacher Subwoofer mit großen Ambitionen
Für die tiefen Frequenzen ist der Smart Sub 10 zuständig. Sein besonderes Merkmal ist die extrem flache Bauweise. Mit einer Höhe von lediglich 15,5 Zentimetern lässt sich der Aktiv-Subwoofer vergleichsweise unauffällig im Wohnraum platzieren und verschwindet auf Wunsch sogar unter vielen Möbelstücken. Bei meiner eigenen Couch klappte es allerdings nebenbei bemerkt nicht. An ihr scheiterte auch schon der ähnlich konzipierte Subwoofer Teufel T10 im Test mit dem Cinebar 22.
Trotz seiner kompakten Abmessungen arbeitet im Inneren des geschlossenen MDF-Gehäuses ein 21,8-Zentimeter-Tieftöner mit Cellulose-Graphit-Membran. Die integrierte Digitalendstufe liefert bis zu 200 Watt Musikleistung. Das Chassis strahlt nach unten ab und verteilt die Bassenergie gleichmäßig im Raum. Canton gibt einen Übertragungsbereich bis hinunter zu 27 Hertz an.
Wie die übrigen Smart-Komponenten kommuniziert auch der Smart Sub 10 drahtlos mit den passenden Lautsprechern der Serie. Lautstärke, Phase (0/180 Grad) und Pegelanpassung werden komfortabel über die jeweilige Smart-Zentrale – in diesem Fall die Smart Soundbar – verwaltet. Damit entsteht ein vollständig kabelloses Heimkino-System, das sich ohne aufwendige Verkabelung realisieren lässt. Der wahlweise mit einem, in schwarzem oder weißen Mehrschichtlack überzogenen Gehäuse erhältliche Suboofer verfügt aber für kabelgestützte Anwendungen über einen Line-Eingang mit Cinch-Buchsen, um ihn auch jenseits der Smart Serie über Kabel anzusteuern. Dazu muss man nur die entsprechende Betriebsart mit dem ebenfalls auf der Unterseite des Downfire-Subwoofers platzierten Schiebeschalter auswählen.


Bedienung: Ohne App etwas anspruchsvoller
Canton liefert die Smart Soundbar 10 S2 mit einer sehr reduzierten Mini-Fernedienung aus. Sie ist nicht viel größer, aber von den Tasten her – Gummi statt Folie – solider als eine Scheckkarten Fernbedienung. Trotz der wenigen Buttons ermöglicht sie umfassende Kontrolle. Im Test erwies sich das, hinter dem aus Metall gefertigten Frontgitter versteckte Display als Notlösung, etwa beim Musikhören. Es hat nämlich nur drei Stellen und stellt damit gewisse Anforderungen an Fantasie und Erinnerungsvermögen. Was zum Beispiel will uns die dreistellige LED-Anzeige mit Kürzeln wie „SPS“ (oder sollte es „SP5“ heißen?) sagen?
Leichter gestaltet sich die Einrichtung des Heimkino-Sets über die via HDMI auf den Bildschirm oder die Leinwand übertragenen OSD-Menüs. Die On-Screen-Display-Anzeige bringt sich zwar nicht gerade für einen Gestaltungspreis in Stellung, ermöglicht aber dank logischem Aufbau die Einrichtung der Soundbar ohne zwingend in die Bedienungsanleitung schauen zu müssen.
Die App ist wirklich smart gemacht
Ich entschloss mich für die bequemste Lösung. Ich lud die Canton Smart App aus dem Apple App Store auf mein iPhone und kam schnell und ohne Umstände ans Ziel. Schließlich kannte ich die anderen Lösungen schon aus einem früheren Test eines Canton-Surround-Systems mit dem Smart Amp für ein Heimkino-Magazin. Bei über 30 Grad in der Wohnung wollte ich es so schnell und einfach wie möglich halten. Und ich wurde nicht enttäuscht: Die Nutzung der Smart App erfordert keine Konto-Einrichtung, nicht einmal eine manuelle Passwort-Eingabe, um das 5.1.2-Home-Theatre-System mit meinem WLAN zu verbinden. Und der Drahtlos-Subwoofer und die Rears verbanden sich nach dem Einschalten automatisch mit der Soundbar. So muss das sein! Bluetooth könnte man sogar direkt nach dem Anschalten bereits vor der Einrichtung mit der Smart App wiedergeben.










Das Lautsprecher-Setup des Surround-Systems wäre mit der App selbst für Laien keine Raketenwissenschaft. Während der Einrichtung gilt es, Parameter wie die Höhe der Soundbar auf der Unterlage und die Entfernung zwischen Soundbar und Decke einzugeben, damit die nach oben gerichteten Lautsprecher der Höhenkanäle über Reflexionen eine 3D-Abbildung erzeugen können. Dazu muss man freilich auch den Abstand der einzelnen Kanäle zum Hörplatz eingeben. Das dauert wirklich nur einen kleinen Moment, wenn man vom Herumhantieren mit dem Zollstock absieht. Noch schneller und bequemer wäre höchstens eine automatische Einmessung.
Was man beachten sollte:
Kleiner Tipp: Wenn man etwa die Lautsprecher-Abstände mit der App einstellt und dabei zur Fernbedienung greift, um unabhängig davon die Lautstärke zu verändern, verändert man damit in diesem Moment statt dessen die Entfernung. Das hat folgenden Grund: Die die mit Plus und Minus gekennzeichneten Tasten übernehmen nämlich im Setup-Modus trotz App die Funktion, die sie bei den Einstellungen via Front-Display oder OSD übernommen hätten. Daran gewöhnt man sich aber rasch, nachdem man sich erst mal über die von Geisterhand veränderten Lautsprecher-Einstellungen gewundert hat.
Für verschiedene Anwendungen, etwa Heimkino oder reine Musikwiedergabe kann man bestimmte Setups, etwa Klangregelung und weitere Einstellungen wie die in Verbindung damit genutzen Sound-Presets (Stereo, Movie Surround und Music Surround) auf drei Speicherplätzen ablegen. Dann lassen sie sich auf Knopfdruck via Fernbedienung oder an der Soundbar selbst abrufen. Allerdings sind die nicht beleuchteten Tasten auf der Oberseite des Geäuses kaum zu erkennen.
Hörtest: So klingt das Team aus Soundbar, Subwoofer und Rears
Durch das Konzept mit den Upfiring-Lautsprechern auf der Oberseite der Smart Soundbar 10 S2 muss man gewisse Einschränkungen bei der Aufstellung akzeptieren. Die Height-Speaker brauchen freie Sicht zur Raumdecke, um ihren Zweck standesgemäß zu erfüllen. Was sie dann zu leisten vermögen, ist allerdings aller Achtung wert. Man kann mit diesem Heimkino-Set auch in der getesteten 5.1.2-Variante, also ohne diskrete Höhenlautsprecher unter der Decke, eine überraschend präzise und weiträumige dreidimensionale Wiedergabe erleben.
Die Canton Smart Soundbar 10 S2 vermittelt mit ihren virtuellen Height-Effekten ein verblüffend stabiles und präzises Gefühl von Höhe. Auch die Breite und Tiefe der Hörbühne gelingen für ein Soundbar-Konzept ausgesprochen gut. Ebenso überzeugt die Ortung auf der Horizontalebene der plastischen Klangbühne. In Verbindung mit den als Rears eingesetzten Smart Libero gelingt Canton damit ein immersives Klangpanorama, das mich unweigerlich an den alten Sportfernseh-Slogan „Mittendrin statt nur dabei“ denken lässt. Sehr schön lässt sich die 3D-Räumlichkeit selbstverständlich auch bei Action-Filmen wie „Top Gun Maverick“ erleben, bei dem die Jets auch die Pegelfestigkeit des Gespanns ausloten. In Mehrfamilienhäusern dürften nur wenige Glückliche die Pegelreserven auch nur ansatzweise ausloten können.
Ab in die Alpen
Tonal hat die 1972 gegründete Marke Canton den effekthascherischen „Taunus-Sound“ ganz besonders unter dem aktuellen Chefentwickler Frank Göbel so weit hinter sich gelassen, dass sie inzwischen augenzwinkernd mit der Townus-Serie auf ihre Wurzeln im hessischen Mittelgebirge anspielt. Die Ausgewogenheit und die feine Auflösung der Smart Soundbar 10 S2 sind ganz großes Kino – eher Mont Blanc als Großer Feldberg.
Die Smart Soundbar 10 S2 klingt sehr feinzeichnend und transparent, vermeidet aber bei aller Frische jegliche Schärfe. So brilliert sie mit Rock und Pop ebenso wie mit komplexer, fragiler Klassik. Sehr schön bewies das die nuancierte Wiedergabe des „Concierto de Aranjuez“ in der Fassung von Jacob Kellermann mit dem London Philharmonic Orchestra. Von den Violinen über die akustischen Gitarren bis zu den Bläsern geriet die ausgesprochen lebendig und luftig vorgetragene Darbietung zu einem Fest voller Farbenpracht und Eleganz.

Wie aus einem Guss
Passend dazu überzeugt der Smart Sub 10 mit einem nahtlosen Übergang. Man kann ihn nicht orten: Die Drums bei „Urgent“ in der Live-Version von Foreigner stehen stabil auf der imaginären Bühne auf dem Fernsehbildschirm – und nicht einen halben Meter daneben, wo ich den Subwoofer positioniert habe. Die Konturen von Drums und elektronischen Beats zeichnet der drahtlos angesteuerte Subwoofer mit bemerkenswerter Präzision nach. Damit bleiben selbst in einem recht großen, gut bedämpften Wohnzimmer auch in Sachen Fundament keine Wünsche offen.
Der Smart Sub 10 verdient sich im Test ein dickes Lob. Sowohl mit Kino als auch mit Musik macht der Flachmann einen überzeugenden Job. Canton kann Subwoofer, das spürt man einmal mehr. Bei den Magazinen AUDIO, Video und – wenn ich mich recht erinnere – auch bei der stereoplay testete ich im Laufe der vergangenen 20 Jahre viele Subwoofer der Hessen. Und immer lieferten die Bass-Module eine Performance, die es meist mit deutlich teureren Mitbewerbern aufnehmen konnte.
Die Sache mit dem Sub
Allerdings tritt der auf optimale Wohnraum-Integration optimierte Flach-Subwoofer mit einem gewissen Handicap an. Mit seinem nur 16 Zentimeter hohen Gehäuse und dem darin verbauten 21,9-Zentimeter-Tieftöner herrscht keine Waffengleichheit mit dem nur geringfügig kostspieligeren Smart Sub 12. Der 38 × 45,3 × 40 Zentimeter große Würfel fährt nicht nur mehr Gehäusevolumen, sondern auch einen 30,8 Zentimeter großen Downfire-Tieftöner auf. Wenn es – etwa in einem dezidierten Heimkinoraum – nicht so sehr auf Stilfragen ankommt, ließe sich mit dem größeren Bruder des Smart Sub 10 gegen einen moderaten Aufpreis noch eine Portion Wumms und Präzision obendrauf legen.
Für normale Wohnzimmer hat sich jedoch genau die Kombination unseres Tests eine Empfehlung verdient. Gegenüber manchen brummigen, einfach gestrickten Bassreflex-Subwoofern im bezahlbaren Bereich erwies sich der geschlossene Smart Sub 10 als solide verarbeitete und formschöne Alternative, die sich sowohl klanglich als auch optisch perfekt ins Wohnzimmerkino integriert.
Fazit: Smart Soundbar 10 S2, Smart Sub 10 und Smart Libero
Canton liefert mit dem 5.1.2-Surround-System aus Smart Soundbar 10 S2, Smart Sub 10 und Smart Libero ein nutzerfreundliches, außergewöhnlich perfomantes Heimkino-Set mit hochwertigem Finsih zu einem angemessenen Preis. Neben dem ungewöhnlich disziplinierten, gerade auch für anspruchsvolle Musikwiedegabe überdurchschnittlich gut geeigneten Subwoofer überzeugte mich vor allem auch die außergewöhnlich gute Darstellung der 3D-Höhen-Effkte.
Man muss lange suchen, um eine derart dreidimensionale Dolby-Atmos-Wiedergabe mit so wenig sichtbaren Lautsprechern zu bekommen. Als Rears machen die selbst aus der Nähe bei korrekter Justage kaum zu ortenden, optisch ebenfalls sehr unauffälligen Smart Libero einen tollen Job. Sie sind nicht nur viel kompakter und gefälliger als die ebenfalls für die Rear-Rolle geeigneten Smart Soundboxen 3 S2, sondern auch noch günstiger.
Der ebenfalls bestens für kompromißlose Musikwiedergabe geeignete KEF XIO kostet schon ohne externen Subwoofer und diskrete Rear-Speaker laut Preisliste etwas mehr als das vierteilige Set aus aus dem Taunus. Und der ebenfalls exzellente Yamaha True X-Surround 90A kostet noch mal eine ganze Ecke mehr. Man könnte fast in Anlehnung an eine legendäre Comic-Serie sagen: Der gesamte Markt für 3D-Soundbars wird von großen Namen beherrscht, die überwiegend aus Übersee stammen. Der gesamte Markt? Nein! Ein kleines Dorf im Hochtaunus leistet seit Jahren erfolgreich Widerstand. Und mit der Smart Soundbar 10 S2 beweist Canton einmal mehr, dass es für beeindruckenden Heimkinoklang weder einen riesigen Haufen Geld noch eine Armada an Einzelkomponenten braucht. Damit hat sich Canton eine Kaufempfehlung verdient. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die Taunus-Gallier am Ende wieder mit Wildschwein und Zaubertrank feiern dürfen.
Weitere Alternativen finden Sie in unserer STEREO GUIDE Soundbar-Bestenliste
Technische Daten Canton Smart Soundbar 10 S2 5.1.2 Set
- Preisempfehlung des Herstellers: 1.000 / 750 / 390 Euro (Soudbar, Subwoofer, Rears)
- Abmessungen (B x H x T): 10 x 6,4 x 99 /42 x 16 x 42 /11 x 15 x 8 cm (Soudbar, Subwoofer, Rears)
- Gewicht: 5,7 / 14 / 0,7 kg (Soudbar, Subwoofer, Rears)
- Besonderheiten: 3-Wege-Soundbar, AirPlay 2, Chromecast, Bluetooth, Eingänge: S/PDIF optisch, Cinch; 2 x Subwoofer-Out; 3 x HDMI-Eingänge, 1 x HDMI-eARC-Ausgang, drahtlose Rear-/Sub-Kanäle koppelbar, Fernbedienung, 1 x HDMI-, 1 x Toslink und 1 x Cinch-Kabel (Stereo) liegen der Soundbar bei.
- Mehr unter www.canton.de






