STEREO GUIDE Test-Urteil
Der Pure Classic Aura erbringt mit seinem 2-Wege-System eine solide Klangleistung für Preis und Größe. Er kann bis zu 30 Stunden mit einer Akkuladung spielen – sofern man dafür auf das atmosphärischem Hintergrundlicht verzichtet. Was die Mobilität betrifft, sind trotz Trageriemen und Akku Grenzen gesetzt, der Speaker erfüllt nur die Schutzklasse IPX2.
Vorteile
- Satter, ausgewogener Klang
- Für die Größe bemerkenswert kräftiger Bass
- Ambientelicht und EQ über Tasten beeinflussbar
- Akku lässt sich vom Benutzer austauschen
Nachteile
- keine App
- Mit Schutzklasse IPX2 nicht für rauen Outdoorbetrieb gemacht
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Natürlichkeit / Transparenz8
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Bass / Dynamic7.8
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Praxis / Connectivity8.2
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Preis/Leistung9.4
Der Pure Classic Aura richtet sich an alle, die nicht nur Wert auf Klang, sondern auch auf eine wohnliche Optik legen. Der kompakte Bluetooth-Lautsprecher kombiniert ein 2-Wege-Soundsystem mit atmosphärischer Hintergrundbeleuchtung und ist in zwei Designvarianten erhältlich: Baumwollweiß/Eiche oder Kaffeebraun/Walnuss. Damit fügt er sich optisch eher in eine Wohnumgebung ein, als wie ein typischer Outdoor-Speaker zu wirken. Gleichzeitig bringt er genügend Akkuleistung mit, um auch unabhängig von der Steckdose betrieben zu werden. Das ist ideal, um ihn gegebenenfalls auch mal mit auf den Balkon zu nehmen.
Erster Eindruck und Verarbeitung
Mit knapp zwei Kilogramm Gewicht steht der Classic Aura stabil auf jeder Oberfläche. Die Holzoptik ist zwar Fake, sprich Folie, der Lautsprechergrill besteht aus Kunststoff. Die Verarbeitung der abgerundeten Gehäuse-Kanten und Fugen ist aber ordentlich und vermittelt einen wohnlichen Charakter. Die Bedienelemente auf der Oberseite sind harmonisch integriert. Es gibt sogar einen zentralen Drehknopf für die Lautstärkeregelung. Die Bedienung ist allgemein gut gelöst. Lediglich die Symbole und Texte auf den Tasten könnten in der Farbwahl etwas kontrastreicher sein.
Das Gehäuse ist nach IPX2-Norm gegen leichten Regen oder Spritzwasser geschützt, was den mobilen Bluetooth-Lautsprecher vor allem für den Einsatz im Haus oder auf der überdachten Terrasse prädestiniert. Die Hintergrundbeleuchtung besteht aus einer Reihe von LEDs auf der Rückseite. Dieses Feature sorgt für eine Indirekte Ambiente-Beleuchtung. Die Funktion lässt sich über drei Tasten bei Bedarf aktivieren und in verschiedene. bunte Licht-Szenarien schalten, um zur Musik oder zur Raumstimmung zu passen.


Lautsprecherkonfiguration und Leistung
Im Inneren arbeitet ein 2-Wege-System, bestehend aus einem 2-Zoll-Hochtöner pro Stereo-Kanal, einem zentralen 3,5-Zoll-Tief-Mitteltöner und einem zusätzlichen Passiv-Radiator. Die beiden links und rechts positionierten Hochtöner sollen einen gewissen-Stereo-Effekt vorgaukeln. Der große ovale Passivradiator verstärkt den Tiefton-Bereich ähnlich einem Bassreflex-System. Der Hersteller hatte ursprünglich in den technischen Daten nur von einem Hoch- und einem Tieftöner gesprochen. Nach dem Erscheinen unseres Tests wurde dieser Fehler inzwischen korrigiert: Es sind zwei Hochtöner und ein Tieftöner. Bei einem Durchmesser von 2 Zoll (also rund 5 cm) für den Hochtöner ist in dieser Klasse davon auszugehen, dass es sich um einen Breitbänder handelt, der von einem Subwoofer mit rund 9 cm Durchmesser unterstützt wird.
Mit einer Gesamtleistung von 40 Watt bringt der Classic Aura genug Reserven für Wohnzimmer, Küche oder Balkon. Drei wählbare EQ-Profile (Eco, Comfort und Dynamic) erlauben es, die Abstimmung an unterschiedliche Musikrichtungen oder Hörgewohnheiten anzupassen. Im Eco-Modus werden Punch im Bass und Dynamik etwas zurückgenommen, was bei Hintergrundbeschallung aber einen akzeptablen Kompromiss für längere Batterielaufzeit darstellt.

Akkuleistung und Alltagstauglichkeit
Mit bis zu 30 Stunden Laufzeit – abhängig von Lautstärke und Lichtnutzung – ist der Classic Aura auch für längere Hörsessions gewappnet. Aufgeladen wird per USB-C. Und der Lautsprecher kann umgekehrt auch als Powerbank dienen, um ein Smartphone unterwegs mit Energie zu versorgen. Das macht ihn trotz seines wohnlichen Designs zu einem durchaus mobilen Begleiter.
Für besseren Transport lässt sich der beigelegte Gummiriemen an beiden Seiten des Gehäuses befestigen. Dann wirkt der mobile Bluetooth-Lautsprecher wie ein klassisches Transistorradio. Schön, dass Pure auch einen Blick auf die Nachhaltigkeit geworfen hat. Der 5000-mAh-Akku lässt sich durch einen Deckel auf der Gehäuseunterseite mit einem einfachen Kreuzschlitz-Schraubenzieher austauschen, wenn er mal nicht mehr genug Maximal-Kapazität für einwandfreien Betrieb liefern sollte.

Aufstellung und Bedienung
Die Steuerung erfolgt direkt am Gerät, eine App gibt es bei Pure in dieser Klasse nicht. Zur drahtlosen Musikwiedergabe stellt der Classic Aura Bluetooth 5.3 bereit. Der Lautsprecher ließ sich problemlos mit dem Smartphone koppeln, und die Verbindung blieb im Test innerhalb der ganzen Wohnung stabil. Wer unterwegs einen analogen Mobil-Player wie das Cassetten-Laufwerk Fiio CP-13 anschließen möchte, findet dafür einen AUX-Eingang mit 3,5-mm-Klinke auf der Rückseite.

Sound-Test: So klingt der Pure Classic Aura
Der tragbare Bluetooth-Lautsprecher erzeugt einen für diese Preisklasse sehr ausgewogenen Klang mit natürlicher Stimmwiedergabe. Das macht das Langzeithören sehr angenehm. Auch die spritzigen, dabei keinesfalls harschen Höhen überzeugen. Das Fauchen von Hi-Hats und andere Hochtonimpulse kommen klar und fein aufgelöst. Wer auf Pop und Rock steht, dürfte sich zudem an dem kräftigen, aber gut ins Klangbild eingebundenen Bass erfreuen. Bei Titeln wie „The Game Of Love“ von Daft Punk produziert der kleine Bluetooth-Speaker einen tollen Punch und erfreut mit guter Präzision.
Wie der Classic Aura im Tiefton-Bereich performt, hängt deutlicher als etwas beim etwas größeren, preislich vergleichbaren Edifier D32 von der Aufstellung ab. Das liegt am rückseitigen Passiv-Radiator. Wer etwas Fingerspitzengefühl bei der Aufstellung aufbringt – Stichwort Wandnähe – kann der kleinen Kiste richtig verblüffende, kickende Bässe entlocken. Freistehend wirkt der Aura dagegen im Vergleich zum D32 etwas dünn.
Was den Mittel-Hochton-Bereich betrifft, wirkt der Edifier zwar für sich genommen recht stimmig, doch im direkten Vergleich kann er bei Auflösung und Transparenz mit dem kleineren Rivalen nicht mithalten. Der D32 wirkt in Mitten und Höhen vergleichsweise verhangen und weniger differenziert.
Für einen so kompakten Lautsprecher lösen sich die Klänge gut vom Gehäuse. Das lässt den Classic Aura größer wirken, als er tatsächlich ist. Für seine kompakten Abmessungen kann er zwar recht laut spielen, doch was Pegelfestigkeit betrifft setzt sich wiederum der Edifier durch. Insgesamt liefert der Pure Classic Aura eine sehr ordentlich Gesamtleistung fürs Geld.
Fazit und Alternativen: Pure Classic Aura
Der Pure Classic Aura kombiniert ein wohnzimmertaugliches Äußeres mit praxisnahen Funktionen wie langer Akkulaufzeit, wählbaren Klangprofilen und optionaler Beleuchtung. Sein Einsatzgebiet dürfte vor allem im häuslichen Umfeld liegen. Der portable Bluetooth Lautsprecher mit Licht kann aber dank Spritzwasserschutz auch auf die Terrasse oder in die Küche erweitert werden. Konkurrenz kommt in Gestalt des Edifier D32, der ebenfalls Retro-Optik und satten Sound bietet und trotz Akku nur bedingt zum Outdoor-Einsatz taugt. Wer eine Bluetooth-Box für Camping sucht, der sollte besser zum Pure Woodland greifen, der zudem einen im Urlaub sehr nützlichen Tuner für UKW- und DAB+ bietet.
Pure Woodland: Technische Daten
- Preisempfehlung des Herstellers: 130 Euro
- Abmessungen (B x H x T ): 25,2 x 15 x 10,6 cm cm
- Gewicht: 1,96 kg
- Akkulaufzeit bis zu 30 Stunden
- Besonderheiten: Bluetooth 5.3, AUX-Eingang, USB-C, Powerbank-Funktion Schutzklasse IPX2, USB C, abnehmbarer Trageriemen aus Gummi
- Mehr unter: www.pure-audio.com






