Mit der neuen L/R-Serie präsentieren Cambridge Audio auf der Consumer Electronics Show 2026 ihre ersten Aktiv-Lautsprecher – und setzen gleich in mehrfacher Hinsicht neue Akzente. Drei Modelle, L/R S, L/R M und L/R X, sollen komfortables Streaming, hohe Konnektivität und ausgewachsenen HiFi-Klang ohne klassischen Geräteturm ermöglichen.
Die Entwickler versprechen ein ungewöhnlich erwachsenes Klangbild mit kräftigem Bass aus kompakten, klar gestalteten Gehäusen. Während die beiden größeren Modelle komplette HiFi-Anlagen ersetzen sollen, richtet sich die L/R S an Nutzer, die auf kleinem Raum unkomplizierten Premium-Sound suchen.
L/R M und L/R X: Aktivlautsprecher als vollwertige HiFi-Zentrale
Die Modelle L/R M und L/R X sind als kompromisslose All-in-One-Lösungen konzipiert. In jedem Lautsprecherpaar arbeitet die aktuelle StreamMagic-Plattform (Generation 4), bekannt aus den Evo-Receivern und dem im letzten Jahr von STEREO GUIDE gestellten Streaming-Komplettsystem Evo One von Cambridge Audio. Damit stehen zahlreiche Streaming-Optionen direkt zur Verfügung, darunter Tidal Connect, Spotify Connect, Qobuz, Amazon Music, Roon Ready, Internetradio sowie Multiroom-Betrieb via Google Cast oder Apple AirPlay 2.
Auch kabelgebundene Quellen sind umfassend berücksichtigt:
HDMI eARC bindet den Fernseher ein und erlaubt die Lautstärkeregelung über die TV-Fernbedienung. Eine integrierte MM-Phonostufe nimmt Plattenspieler direkt auf, hinzu kommen Line- sowie digitale Eingänge. Die Verbindung zwischen den beiden Lautsprechern eines Stereosets erfolgt wahlweise per USB-C oder drahtlos nach dem WiSA-HT-Standard.
Die Steuerung und Einrichtung übernimmt eine kostenlose App für iOS und Android. Neben Quellenwahl und Lautstärke lassen sich Klangparameter per 7-Band-Equalizer und Ortsentzerrung gezielt an Raum und Aufstellung anpassen.

Klangkonzept: Kompakt, aber mit Anspruch einer Standbox
Akustisch setzen L/R M und L/R X auf ein aufwendiges 2,5-Wege-Konzept mit jeweils zwei Tiefmitteltönern, ergänzt durch seitlich angeordnete Passivradiatoren. Diese sind größer dimensioniert als die aktiven Basstreiber und sollen für sauberen Tiefgang und hohe Pegelfestigkeit sorgen. Die Frequenzweiche arbeitet vollständig digital, pro Stereopaar kommen sechs Endstufen zum Einsatz.
Die Leistung fällt entsprechend üppig aus: Der L/R M stehen insgesamt 2 × 150 Watt RMS zur Verfügung, bei der L/R X sind es insgesamt 2 × 400 Watt.
Für den Hochton entwickelten die Ingenieure neue Torus-Hochtöner, deren ringförmige Schallführung und speziell angepasste Waveguides eine gleichmäßige Abstrahlung und präzise räumliche Abbildung ermöglichen sollen. Insbesondere das Topmodell L/R X ist damit auch für größere Räume ausgelegt.


L/R S: Kompakter Einstieg mit Fokus auf Einfachheit
Mit der L/R S bringt Cambridge Audio die Grundidee der Serie in eine kleinere, preislich attraktivere Form. Das geschlossene Gehäuse verspricht kontrollierten Bass auch bei wandnaher Aufstellung auf Regal oder Schreibtisch. Vier Chassis werden von einer Class-D-Verstärkung mit insgesamt 100 W RMS angetrieben.
Die drahtlose Zuspielung erfolgt per Bluetooth mit aptX HD, hinzu kommen ein analoger Eingang, USB sowie optisches Toslink. Für mehr Tiefton oder höhere Pegel lässt sich ein externer Subwoofer anschließen. Eine einfache App-Steuerung per Bluetooth erlaubt Klangkorrekturen und EQ-Presets unter Berücksichtigung der Aufstellung.
Farben, Preise und Marktstart
Alle Modelle erscheinen in fünf Lackfarben – Weiß, Schwarz, Mitternachtsblau, Racing Grün und Orange – sowie optional mit Echtholzfurnier in Walnuss.
Unverbindliche Preisempfehlungen:
- Cambridge Audio L/R S
499 € (Lack), 549 Euro (Walnuss) - Cambridge Audio L/R M
1.399 € (Lack), 1.499 Euro (Walnuss) - Cambridge Audio L/R X
1.999 € (Lack), 2.099 Euro (Walnuss)
Die Markteinführung ist gestaffelt geplant: L/R S im zweiten Quartal 2026, L/R M und L/R X im dritten Quartal 2026.
Mit der L/R-Serie wagt Cambridge Audio einen konsequenten Schritt in Richtung moderner, integrierter HiFi-Systeme. Der Anspruch ist klar: maximaler Bedienkomfort, zeitgemäßes Streaming und ernstzunehmender Klang – ohne klassischen Geräte-Stack, aber mit audiophilem Selbstverständnis.






