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STEREO GUIDE – Das HiFi-Magazin
Home » Bluetooth-Lautsprecher » Stereo-Boxensets » Test: Cambridge Audio L/R S Bluetooth Desktop Stereo Set
Stereo-Boxensets

Test: Cambridge Audio L/R S Bluetooth Desktop Stereo Set

Mini-Boxen mit Bass
Stereo GuideStereo Guide16. Mai 2026
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Cambridge Audio L/R S Test – Aktiv-Lautsprecber auf dem Schreibtisch
Die Cambridge Audio L/R S eignet sich perfekt für den Desktop. (Foto: Stereo Guide)

STEREO GUIDE Testurteil

89%
89%

Cambridges L/R S überzeugen als ultrakompakte Desktop-Monitore wie als kleine Anlage mit audiophilen Allround-Qualitäten und ordentlichem Bass, aber begrenztem Pegel

Vorteile
  1. Ausgewogener und natürlicher Klang
  2. Für die Größe recht vollwertiger Bass
  3. Sehr kompakt, toll verarbeitet
Nachteile
  1. Basspegel und -tiefe kennen Grenzen
  2. Verlängerungskabel und Winkelbasis kosten extra
  3. Kein HDMI(ARC)
  • Klang: Natürlichkeit / Transparenz
    9
  • Klang: Bass / Dynamik
    8
  • Klang: Raumabbildung
    8.9
  • Praxis / Connectivity
    9
  • Preis / Leistung
    9.4

Satter Bass aus Schreibtisch-tauglichen Miniboxen – dieses Versprechen wird von Lautsprecherherstellern oft gegeben, und oft gebrochen. Cambridge Audio, bekannt für hervorragende Streaming-Elektronik, Verstärker und Kopfhörer, will das jetzt ändern und bringt das Stereo-Aktivboxenset L/R S. Die kleinste aus der L/R Serie ist nicht nur besonders einfach einzurichten und anzusteuern, sondern mit 500 Euro in den Lackvarianten auch auffällig günstig.

Um den Design-Aspekt zu unterstreichen, bietet der Hersteller fünf verschiedene Lackfarben an, alle in seidenmatt: Schwarz, weiß, Racing Grün, Mitternachsblau und Orange. Zusätzlich gibt es mit Walnuss gegen geringen Aufpreis eine Echtholzfurnierte Variante.

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Vier Gewinnt

Die drahtlose Zuspielung von Musik zur Masterbox erfolgt per Bluetooth mit aptX HD oder AAC Codec. Kabelgebundene Quellen können per analogem Cinch-Eingang, USB-C und optischem Toslink andocken. Letzteres ist auch das Mittel der Wahl für die meisten TV, denn einen HDMI gibt es leider nicht. Ob die Masterbox mit der Elektronik links oder rechts steht, lässt sich per Schalter anpassen.

Eine mitgelieferte Funk-Fernbedienung ermöglicht eine Vielzahl von Optionen von Lautstärke, Wiedergabesteuerung bei Bluetooth, Eingangswahl, Sound-Presets und Mute. Pfiffiges Detail: Die mehrfarbige Status-LED auf der Masterbox lässt sich bei Fernbedienung dimmen, oder ganz ausschalten.

Trotz der kompakten Maße soll die Cambridge Audio L/R S sowohl als Computerlautsprecher, auf dem Lowboard oder im Regal aufspielen. Da die Mithilfe zweier Schalter kann sie akustisch auf den jeweiligen Aufstellungsort angepasst werden. Zusätzlich stehen drei Klang-Presets auf der Fernbedienung zur Verfügung.

Cambridge Audio L/R S Review – Lautsprecher von schräg vorne
Cambridge Audio L/R S Test – Close-up vom Tweeter
Cambridge Audio L/R S Test – Anschlussfeld auf der Rückseite des Primär-Lautsprechers.
Das 2-Wege-System nutzt einen Waveguide für die Hochtonkalotte. Unten: Anschlussfeld auf der Rückseite des Primär-Lautsprechers. (Foto: Stereo Guide)

Komplett mit Vier Verstärkern

Mit nur 22,5 Höhe und 13,5 Zentimetern Breite gehen die L/R S gerade noch als Schreibtischmonitor durch. Der Tieftöner ist mit etwa 8cm Durchmesser kleiner als das, was wir von einem basstauglichen Lautsprecher dieser Bauart erwartet hätten. Er übernimmt Bässe und Mitten, eine 21Millimeter-Aluminiumkalotte die Höhen. Letztere ist in einer Schallführung eingebaut, einem sogenannten Waveguide, um das Abstrahlverhalten breiter und gleichmäßiger zu gestalten.

Auf der Rückseite der Box sitzt ein breiter Bassreflexschlitz, der hörbar bei den Tiefen kräftig mitmischt. Mit ein paar Zentimetern Wandabstand funktioniert das bereits ganz gut, allerdings sollte man die Regalaufstellung vermeiden, wenn die Boxen komplett von Büchern umbaut wären.

Technisch handelt sich um ein Stereo-Paar von 2-Wege-Boxen mit Tief-Mitteltöner und Hochtöner. Beide werden vollaktiv angesteuert, also hat jedes Lautsprecherchassis seine eigene Endstufe. Jeder der vier Treiber eines Stereosets bekommt 25 Watt RMS Leistung zugewiesen.

Die gesamte Elektronik steckt in der Masterbox. Ein Schalter legt fest, ob diese links oder rechts steht, was sehr praktisch ist. Der andere Lautsprecher wird durch ein vieradriges Kabel mit Spezialstecker und Schraubverriegelung versorgt.

Cambridge L/R S in der Praxis

Aus dem Karton heraus überraschen die kleinen Cambridge mit ihren kompakten Maßen. Dass sie in erster Linie als Computer- und Desktopmonitor gedacht sind, merkt man am mitgeliefertem Verbindungskabel zwischen Master- und Slavebox. Das fällt mit ca. 1.8m sehr kurz aus. Für Lowboard- oder Regalaufstellung empfehlen wir daher, die längere Kabelvariante als Zubehör gleich mitzubestellen, die dann allerdings mit knapp 5m schon wieder ordentlich lang ist.

Ebenfalls erhältlich ist optional ein Winkelfuß, der die Box vertikal kippt, und sich ziemlich harmonisch in die Gehäuseform einpasst. Sie ist unbedingt zu empfehlen, gerade wenn man sehr nah an der Box sitzt, und mit den Ohren deutlich über Hochtönerebene.

Von den Aufstellungsfragen abgesehen, gab sich die Cambridge L/R S bei der Einrichtung extrem stressfrei. Die Bluetooth-Verbindung klappte auf Anhieb, sofern man Bluetooth als Eingang gewählt hatte, und auch am USB-C meldete sich die Box sofort als Soundkarte an.

Dass eine kleine Farb-LED unten an der Masterbox die einzige Rückmeldung ist, ist gar nicht so unpraktisch. An den Farbcode gewöhnt man sich schnell. Nur eine genaue Einstellung der Lautstärke ist damit schwierig. Das gilt insbesondere im Bluetooth-Betrieb, wo die Systemlautstärke der Box und die der Bluetooth-Übertragung voneinander entkoppelt sind. Man sollte also am Smartphone oder Tablet erst einmal voll aufdrehen, und muss dann an der Fernbedienung regeln. Was wiederum Statustöne und Verbindungs-Signale ziemlich aufdringlich laut erscheinen lässt.

Dabei zeigt sich eine Einschränkung in der Bedienung: Die Box hat zwar einen Quellwahltaster auf der Rückseite, aber keinerlei Lautstärkeregelung und kein Mute. Ist die kleine Fernbedienung verlegt, ist man erst einmal verloren. Davon abgesehen, funktionierte sie im Test hervorragend, und benötigt dank der Funktechnik auch keinen Sichtkontakt zur Box.

Cambridge Audio L/R S Test – Boxenpaar auf dem Schreibtisch
Anschlussfeld auf der Rückseite des Primär-Lautsprechers.
Die kleinen Aktivlautsprecher von Cambridge Audio eigneen sich perfekt als Desktop-Audio-Monitor. Für den Einsatz im Wohnzimmer leistet die Ferbedienung gute Dienste. (Fotos: Stereo Guide)

So klingen die kleinsten Cambridge Audio Aktivboxen

Gespannt waren wir, ob Cambridge Audio die L/R S eher auf den Nahfeldbetrieb abgestimmt hat, oder die Kleinen sich in einigem Abstand auf dem Lowboard wohler fühlen. Mit Freude können wir vom ersten Hörtest-Durchgang berichten: die britischen Ingenieure fanden den goldenen Mittelweg, mit einem leichten Hang zu größeren Stereodreiecken. Im typischen Computer- oder Schnittplatzbetrieb erschien die Abbildung eine Spur zu direkt zu sein. Das kommt besonders Freunden von dynamischen Pop, Rock- oder Elektronik-Klängen entgegen. Hier lieferte die L/R S voll ab, mit einem ebenso ausgewogenen wie anspringenden Klangbild, das sich sehr präzise in der Breite staffelte, und ein fast schon audiophiles Übermaß von Spielfreude und Auflösung lieferte.

Dann der Umzug aufs Lowboard: im Stereodreieck von etwa 2,2m Kantenlänge klangen die kleinen Cambridge nicht mehr ganz so stürmisch und massig-souverän, dafür profitierte das dreidimensionale Klangbild. Die Klang-Presets auf der Fernbedienung boten hier zwar ein etwas spektakuläreres, aber letztlich nicht ausgewogenes Klangbild, so dass wir bei der Neutreul-Einstellung blieben. Besonders akustische Aufnahmen, Jazz und Rock staffelten sich schön in die Tiefe, und erhielten dabei doch den impulsiven und transparenten Grundcharakter. Sieht man vom etwas schlankeren Tiefbass ab, füllten die L/R S den Raum ziemlich locker, und behielten trotzdem gut den Überblick über das Klangbild.

Bedenken, die winzigen Tiefmitteltöner würde hier schnell an Grenzen stoßen, straften die Kleinen aber bei Donald Fagens „Morph the Cat“ von Anfang an Lügen: einen erstaunlich satten, konturierten und dynamischen Groove mobilisierten die Mini-Monitore auch bei gehobenen Pegeln. Gewiss, Bassdrums hatten nicht ganz die satte Tiefe, wie bei einer doppelt oder dreifach so großen Box, aber Kontur und Impulsfreudigkeit blieben besonders bei E-Bässen und gezupften Kontrabässen erhalten. Unvernünftige Pegel, besonders bei bassreichem Material wie Hiphop oder Actionsequenzen, waren naturgemäß nicht Sache der L/R S. Sie reagierte aber auch nicht allzu gestresst auf Versuche, Evas „Etincelle“ lauter zu hören, es war nur ein deutliches Ausblenden des Tieftons und allenfalls eine leichter Verlust an Mittelton-Sauberkeit zu notieren.

So, wie die Cambridge L/R S sich als flexibel in der Aufstellung gab, so vielseitig waren sie auch bei der Musikwahl: Von deftigem Garage Rock über Filmdialoge, bis zu barocker Klassik, die tonale Abstimmung wie auch die Balance zwischen Spielfreude und Auflösung, erschienen einfach immer richtig. Sieht man von den physikalischen Grenzen bei Basstiefe und -pegel ab, ist Cambridge Audio hier ein ganz großer Wurf gelungen.

Test-Fazit und Alternativen zur Cambridge L/R S

Die kompakte Cambridge ist sowohl ultrakompakter Desktop-Lautsprecher, und Regal/Lowboard-Lautsprecher, deren Konnektivität und Verarbeitungsqualität auch in gehobenen Wohnumgebungen besteht. Dass sie angesichts der extrem kompakten Maße bis zu mittleren Lautstärken auch satten Bass liefern kann, hebt sie von praktisch allen Konkurrenten dieser Größenklasse ab. Selbst die KEF LSX II sind hier chancenlos, allenfalls die größere Edifier MR5 kann quantitativ, aber nicht qualitativ mithalten. Einziger Wermutstropfen: Es fehlt der HDMI (ARC) Eingang, den in dieser Klasse etwa die weniger souverän spielende Nubert A-125 hat.

Weitere Alternativen finden Sie in unserer Bluetooth-Lautsprecher-Bestenliste

Technische Daten: Cambridge L/R S

  • Preisempfehlung des Herstellers: 500 Euro (Lack), 550 Euro (Walnuss)
  • Abmessungen (B x H x T): 13,5 x 22,5 x 18 cm
  • Gewicht: 3 kg (Master)
  • Besonderheiten: Cinch, USB-C, optischer S/PDIF-Eingang, Bluetooth, Sub Out, Orts&Klanganpassung
  • Mehr unter: www.cambridgeaudio.com
  • Cambridge Audio L/R: Neue Aktiv-Lautsprecher feiern Premiere auf der CES 2026
App-Steuerung Bluetooth Cambridge Audio
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