Bose kehrt zum kabelgebundenen In-Ear-Kopfhörer zurück. Die neuen Bose Noise Cancelling Wired Earbuds verbinden sich digital über USB-C und bieten QuietControl Noise Cancelling, ohne selbst einen Akku zu benötigen. Zum Preis von 99,95 Euro lassen sie sich ab sofort vorbestellen; die Auslieferung beginnt am 15. Oktober 2026.
Während True-Wireless-Kopfhörer immer mehr Funktionen in immer kleinere Gehäuse packen, setzt Bose bewusst auf ein Gegenprogramm: einstecken, abspielen, fertig. Bluetooth-Kopplung, App und Ladepausen entfallen. Trotzdem müssen Käufer weder auf aktive Geräuschunterdrückung noch auf einen Transparenzmodus verzichten.
ANC läuft über USB-C – ganz ohne Ladepause
Den Strom für Klangverarbeitung und Noise Cancelling beziehen die Bose Noise Cancelling Wired Earbuds direkt vom angeschlossenen Smartphone, Tablet oder Computer. Ein interner Akku ist nicht vorhanden. Damit kann auch kein alternder Energiespeicher die Lebensdauer der In-Ears begrenzen. Im Gegenzug geht der Betrieb natürlich zulasten des Akkus im Zuspieler.
Voraussetzung ist ein kompatibler USB-C-Anschluss. Bose nennt aktuelle Android-Geräte, neuere iPhones mit USB-C sowie Notebooks als mögliche Spielpartner. Eine Umleitung über einen einfachen Adapter auf einen analogen Kopfhörerausgang ist nicht vorgesehen: Laut Bose funktionieren Nicht-USB-Adapter wegen der benötigten Stromversorgung nicht.
Die Kabelverbindung soll zudem besonders geringe Latenzen ermöglichen. Das ist nicht nur bei Videos und Games hilfreich, sondern ebenso bei der Produktion eigener Inhalte, bei der Bild und Ton möglichst exakt zusammenbleiben müssen.
Verlustfrei, aber fest auf 24 Bit und 48 kHz
Für die digitale Signalverarbeitung setzt Bose auf seine SoundDesign-Technologie und das USB-Audio-Class-2-Protokoll, kurz UAC2. Laut Hersteller können die Earbuds Eingangssignale mit unterschiedlichen Abtast- und Bitraten verarbeiten und unterstützen eine verlustfreie Audioübertragung.
Ein kleines, aber wichtiges Detail: Die eigentliche Wiedergabe erfolgt stets mit 24 Bit und 48 kHz. Das sollte man nicht mit einer bitgenauen Ausgabe jedes zugespielten Formats verwechseln. Material mit einer anderen Abtastrate muss im Signalweg entsprechend angepasst werden. Auf High-Res-Rekordwerte zielt Bose damit nicht – wohl aber auf eine stabile, unkomprimierte USB-Verbindung ohne Bluetooth-Codec.
Quiet, Aware oder ANC aus
Vier Mikrofone – zwei pro Earbud – erfassen fortlaufend die Geräusche in der Umgebung. Im Quiet-Modus versucht Bose QuietControl, störenden Schall möglichst weit auszublenden. Aware lässt die Außenwelt gezielt durch, während ANC Off die elektronische Geräuschunterdrückung komplett abschaltet.
Zwischen den drei Modi wechselt man ebenso über die Kabelfernbedienung wie zwischen Musiktiteln oder Telefonaten. Ihre drei gut fühlbaren Tasten regeln außerdem die Lautstärke und Wiedergabe. Das Mikrofon für Gespräche sitzt auf der Rückseite der Fernbedienung. Diese Anordnung soll die Stimme klar erfassen und zugleich Störgeräusche durch den Kontakt des Kabelmoduls mit der Kleidung verringern.

Neun Möglichkeiten für den richtigen Sitz
Das Kabel misst 1,28 Meter. Für die Anpassung ans Ohr legt Bose Silikonaufsätze in den Größen S, M und L sowie Stabilitätsbänder in M und L bei. Da sich die Earbuds auch ohne Stabilitätsband tragen lassen, ergeben sich pro Aufsatzgröße drei Varianten und damit insgesamt neun mögliche Kombinationen.
Die In-Ears sind nach IPX4 gegen Spritzwasser geschützt und kommen mit einem Transportetui mit Reißverschluss. Zum Marktstart stehen Schwarz mit blauen Akzenten und Rauchweiß mit limettengrünen Details zur Wahl. Tautropfen-Minze greift laut Bose den Stil der 1990er-Jahre auf und erscheint als limitierte Farbvariante.
Preis und Verfügbarkeit
Die Bose Noise Cancelling Wired Earbuds kosten 99,95 Euro. Vorbestellungen sind seit dem 28. September 2026 exklusiv über MyBose möglich, die Auslieferung soll am 15. Oktober beginnen.
Damit besetzt Bose eine interessante Nische zwischen einfachen USB-C-Stöpseln und kostspieligen True-Wireless-Modellen: Die neuen In-Ears versprechen ANC und unkomplizierte Digitalwiedergabe, kommen aber ohne App-Zwang, Funkverbindung und alternden Kopfhörerakku aus. Ob Klang und QuietControl dem traditionsreichen Namen gerecht werden, muss ein Test zeigen.
Weitere Informationen: Bose






