Zum 80-jährigen Firmenjubiläum präsentiert Klipsch eine komplett neue Generation seiner Aktivlautsprecher-Serie. Die neuen Modelle Klipsch The Fives II, Klipsch The Sevens II und Klipsch The Nines II sollen den klassischen hornbasierten „American Sound“ der Marke mit moderner Streaming-, DSP- und Heimkino-Technik kombinieren.
Die zweite Generation der beliebten Aktivlautsprecher bringt dabei deutlich mehr als nur Modellpflege. Klipsch integriert erstmals Dolby Atmos, setzt auf eine neue Elektronikplattform von Onkyo und erweitert die Ausstattung um Dirac Live Room Correction sowie moderne Streaming-Standards.
Spannend für STEREO GUIDE-Leser: Wir haben bereits alle Vorgänger getestet. Die bisherigen Modelle gehörten klanglich zu den interessantesten Aktivlautsprechern ihrer Klasse und überzeugten vor allem mit hoher Dynamik, Spielfreude und ungewöhnlich kräftigem Klang.
Neue Elektronikplattform mit Onkyo-Technik
Im Zentrum der neuen Serie steht eine komplett überarbeitete Elektronikarchitektur, die gemeinsam mit Onkyo entwickelt wurde. Klipsch spricht von einer AV-Receiver-Plattform im Aktivlautsprecher-Format. Ziel sei es, klassische Stereo-Lautsprecher mit modernen Heimkino- und Streaming-Funktionen zu verbinden.
Alle drei Modelle unterstützen Dolby Atmos und sollen dadurch auch mit nur zwei Lautsprechern eine räumlichere Klangdarstellung erzeugen. Das Topmodell Klipsch The Nines II bietet zusätzlich DTS:X-Decoding.
Damit positioniert Klipsch die neue Serie klar zwischen klassischer HiFi-Anlage, Soundbar und modernen Streaming-Systemen.
Dirac Live für bessere Raumakustik
Die beiden größeren Modelle Klipsch The Sevens II und Klipsch The Nines II verfügen zusätzlich über Dirac Live Room Correction. Das Einmesssystem analysiert die Raumakustik und passt die Wiedergabe automatisch an den Hörraum an.
Gerade bei wohnraumfreundlichen Setups ohne aufwendige Akustikmaßnahmen kann das einen deutlichen Unterschied machen. Klipsch verspricht dadurch eine präzisere Bühne, ausgewogenere Basswiedergabe und insgesamt natürlicheren Klang.

Dolby Atmos und Streaming im Stereo-System
Besonders interessant ist die Kombination aus klassischem Stereo-Aufbau und modernen Raumklangfunktionen. Klipsch nutzt virtuelle Höhenkanäle, um Dolby-Atmos-Inhalte auch ohne zusätzliche Lautsprecher räumlicher darzustellen.
Dazu kommt eine umfangreiche Streaming-Ausstattung. Unterstützt werden unter anderem Google Cast, Apple AirPlay 2, Spotify Connect, Tidal Connect und Qobuz Connect. Damit lassen sich die Lautsprecher flexibel sowohl als klassische TV- und HiFi-Lösung als auch im Multiroom-Betrieb nutzen.
Neues Gehäuse mit optimierter Schallwand
Optisch bleibt Klipsch seiner bekannten Heritage-Linie treu. Echtholzfurniere, sichtbare Cerametallic-Treiber und die markanten Tractrix-Hörner sorgen weiterhin für den typischen Klipsch-Look.
Neu ist allerdings die sogenannte BMC-Schallwand aus einem Stück. Sie soll Resonanzen reduzieren und gleichzeitig die Abstrahlcharakteristik verbessern. Laut Klipsch entsteht dadurch eine breitere Bühne mit präziserer Ortbarkeit.
Angeboten werden die Lautsprecher in Roteiche, Walnuss und Ebenholz.

Die Modelle im Überblick
Das Einstiegsmodell Klipsch The Fives II arbeitet mit einem 5,25-Zoll-Cerametallic-Woofer und einem 1-Zoll-Titan-Hochtöner im Tractrix-Horn. Dolby Atmos und HDMI ARC/eARC gehören bereits hier zur Ausstattung. Die Lautsprecher werden klassisch per Kabel verbunden. Der Preis liegt bei 1.299 Euro pro Paar.
Darüber positioniert Klipsch die Klipsch The Sevens II mit größerem 6,5-Zoll-Tieftöner, Dirac Live und optional kabelloser Verbindung zwischen den Lautsprechern. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1.999 Euro.
Das Topmodell Klipsch The Nines II setzt auf einen 8-Zoll-Cerametallic-Woofer und erweitert die Ausstattung zusätzlich um DTS:X sowie symmetrische XLR-Eingänge für professionelle Anwendungen. Der Preis liegt bei 2.499 Euro pro Paar.
Erste Einschätzung auf Basis unserer Tests der Vorgänger
Schon die bisherigen Modelle gehörten zu den spannendsten Aktivlautsprechern ihrer Klasse. Vor allem Dynamik, Pegelfestigkeit und die für Klipsch typische direkte Spielweise machten The Fives, The Sevens und The Nines zu echten Alternativen für klassische HiFi-Anlagen.
Mit Dolby Atmos, Dirac Live und neuer Onkyo-Plattform geht Klipsch nun deutlich weiter. Die neuen Modelle wirken wie der Versuch, klassische Stereo-Aktivlautsprecher stärker mit modernen Heimkino- und Streaming-Konzepten zu verschmelzen.
Was unsere bisherigen Tests nahelegen:
In bisherigen Tests bewährten sich die Vorgänger bereits in ihrem jeweiligen Konkurrenzumfeld. Duch das massive Technik-Upgrade darf man nach unseren bisherigen Erfahrungen einen weiteren, spürbaren Schritt nach vorn erwarten.






