Bose erweitert sein Open-Ear-Portfolio gleich um zwei Modelle: Die Bose Sport Open Earbuds richten sich mit sicherem Sitz und IP54-Schutz an Läufer und Fitnessfans. Die Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen) sollen dagegen mit verbessertem Klang, Immersive Audio und einem neuen Cinema-Modus den offenen Premium-Hörer für den ganzen Tag geben. Die Preise liegen bei 199,95 beziehungsweise 299,95 Euro.
Offen heißt hier wirklich offen
Beide Modelle sind Open-Ear-Kopfhörer im klassischen Sinn: Ihre Schallwandler sitzen nicht im oder am Eingang des Gehörgangs, sondern strahlen vor dem Ohr ab. Der Gehörgang bleibt somit frei – ähnlich wie beim Shokz OpenFit im Test oder beim Teufel Airy Open TWS im Test.
Anders als Knochenschall-Kopfhörer übertragen die beiden Bose-Modelle ihre Musik ganz konventionell durch die Luft. Die OpenAudio-Technologie soll den Schall möglichst gezielt zum Ohr leiten und die Abstrahlung in die Umgebung gering halten. Die digitale Signalverarbeitung Bose SoundDesign kümmert sich um die klangliche Abstimmung und soll trotz der offenen Konstruktion einen ausgewogenen Klang mit kräftigem Bass ermöglichen. Wie privat die Wiedergabe bei höheren Lautstärken tatsächlich bleibt, muss ein Praxistest zeigen.
Aktives Noise-Cancelling besitzen beide Open Ears bewusst nicht. Verkehr, Durchsagen und Gespräche sollen weiterhin natürlich wahrnehmbar bleiben. Für Telefonate setzt Bose dagegen bei beiden Modellen auf SpeechClarity. Die KI-gestützte Technik kombiniert in jedem Earbud ein Mikrofon mit einer speziellen Sprachaufnahmeeinheit, um die Stimme von Umgebungsgeräuschen zu trennen.






Bose Sport Open Earbuds: offen für Bewegung
Die Bose Sport Open Earbuds wurden speziell für Laufen, Fitness und Outdoor-Aktivitäten entwickelt. Ein C-förmiger Bügel aus weichem Silikon schmiegt sich um das Ohr und soll selbst bei schnellen Bewegungen sicheren Halt bieten. Für die Bedienung setzt Bose auf fühlbare, strukturierte Tasten. Damit lassen sich Musik, Lautstärke und Anrufe auch mit feuchten Fingern steuern.
Die Schutzart IP54 bescheinigt den Sport Open Earbuds Widerstandsfähigkeit gegen Staub, Schweiß und Spritzwasser. Mit Auto Volume passen sie ihre Wiedergabelautstärke automatisch an wechselnde Umgebungsgeräusche an – etwa wenn die Laufstrecke aus einem ruhigen Park auf eine belebte Straße führt.
Eine Akkuladung reicht laut Bose für bis zu sieben Stunden. Das kabellos aufladbare Transportetui hält Energie für bis zu 22 weitere Stunden bereit, womit insgesamt maximal 29 Stunden möglich sind. Zehn Minuten im Ladecase sollen für eine weitere Stunde Wiedergabe genügen. Das Etui kann aufrecht stehen und besitzt einen halbtransparenten, strukturierten Deckel.
Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen): Kino vors Ohr
Die zweite Generation der Bose Ultra Open Earbuds behält die charakteristische Manschettenform des Vorgängers bei. Ein neu entwickelter Treiber soll jedoch tiefer hinabreichen und höhere Lautstärken ermöglichen. Bose verspricht außerdem eine verbesserte Sprachverständlichkeit beim Telefonieren.
Für räumliche Wiedergabe beherrschen die Ultra Open Earbuds weiterhin Bose Immersive Audio mit TrueSpatial-Technologie und Headtracking. Neu hinzu kommt ein Cinema-Modus für Filme, Videos und Podcasts. Er soll die Klangbühne verbreitern, während Dialoge klar und exakt in der Mitte bleiben. Die Funktion arbeitet laut Bose unabhängig von der verwendeten Inhaltsquelle.
Auch äußerlich wurde nachgebessert. Die Metallkappen erhalten ein abgeschrägtes Finish, während das kompakter gestaltete Ladecase jetzt aufrecht stehen und kabellos geladen werden kann.
Die Akkulaufzeit steigt auf bis zu neun Stunden beziehungsweise fünf Stunden bei aktiviertem Immersive Audio. Das Ladecase steuert weitere 19,5 Stunden bei, sodass insgesamt bis zu 28,5 Stunden möglich sind. Nach zehn Minuten Schnellladen sollen die Ultra Open Earbuds bereits wieder zwei Stunden durchhalten.






Bluetooth 5.4, Multipoint und neue Shortcuts
Beide Bose Open Earbuds nutzen Bluetooth Core 5.4 und können per Multipoint gleichzeitig mit zwei Geräten verbunden bleiben. SBC, AAC und Google Fast Pair gehören bei beiden Modellen zur Ausstattung. Die Ultra Open Earbuds unterstützen darüber hinaus Snapdragon Sound mit aptX Adaptive für kompatible Android-Geräte. LE Audio oder Auracast werden in den bislang vorliegenden Datenblättern nicht erwähnt.
In der Bose App stehen ein Drei-Band-Equalizer, die Regelung von Auto Volume, die Bluetooth-Geräteverwaltung und programmierbare Shortcuts bereit. Dazu gehören Spotify Tap und der Zugriff auf den Sprachassistenten des Smartphones. Bei den Ultra Open Earbuds kann außerdem zwischen den Varianten von Bose Immersive Audio gewechselt werden.
Nach dem Marktstart will Bose per Firmware-Update Google Find Hub, Alexa+ und einen Shortcut für Apple Music ergänzen.
Die neuen Bose Open Earbuds im Vergleich
| Bose Sport Open Earbuds | Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen) | |
|---|---|---|
| Schwerpunkt | Sport und Outdoor | Alltag und Premium-Audio |
| Akkulaufzeit | Bis 7 Stunden | Bis 9 Stunden, 5 Stunden mit Immersive Audio |
| Ladecase | Weitere 22 Stunden | Weitere 19,5 Stunden |
| Schnellladen | 10 Minuten für 1 Stunde | 10 Minuten für 2 Stunden |
| Schutzart | IP54 | Keine Angabe |
| Räumlicher Klang | Nein | Immersive Audio, Headtracking und Cinema-Modus |
| Codecs | SBC, AAC | SBC, AAC und aptX Adaptive |
| Preis | 199,95 Euro | 299,95 Euro |
| Marktstart | 15. Oktober 2026 | 1. Oktober 2026 |
Preise, Farben und Verfügbarkeit
Die Bose Ultra Open Earbuds (2nd Gen) kommen am 1. Oktober 2026 für 299,95 Euro auf den Markt. Neben Schwarz und Rauchweiß sind die limitierten Farben Kirsch-Schokolade, Olivgrün und Himmelrosa vorgesehen.
Die Bose Sport Open Earbuds folgen am 15. Oktober für 199,95 Euro. Sie werden in Schwarz und Rauchweiß sowie in der limitierten Ausführung Eukalyptusgrün angeboten.
Exklusive MyBose-Vorbestellungen für beide Modelle beginnen bereits am 17. September. Bose bietet zudem einen Onlinevergleich der beiden Open-Ear-Modelle an.





