JBL dreht beim Flaggschiff seiner Party-Lautsprecher gleich an mehreren Reglern: Die neue PartyBox Ultimate 2 leistet 1.500 Watt, setzt auf größere 10-Zoll-Woofer und erhält als erste PartyBox einen Touchscreen. Dazu kommen KI-Karaoke, eine aufwendigere Lichtshow und umfangreiches Wi-Fi-Streaming. Ab 6. Oktober kostet der XXL-Lautsprecher 1.599 Euro.
Schon der 2023 vorgestellte Vorgänger war mit 1.100 Watt, zwei 9-Zoll-Woofern und einem Gewicht von 39,5 Kilogramm alles andere als zurückhaltend. Die JBL PartyBox Ultimate 2 legt bei der Verstärkerleistung nun um 400 Watt oder gut 36 Prozent zu. Der Preis steigt gegenüber der ursprünglichen UVP der ersten PartyBox Ultimate dagegen vergleichsweise moderat um 100 Euro.
JBL PartyBox Ultimate 2 mit neuem Drei-Wege-System
Für das Leistungsplus hat JBL nicht einfach nur die Verstärker hochgerüstet. Die komplett überarbeitete Drei-Wege-Architektur kombiniert zwei 30-Millimeter-PEN-Hochtöner mit Schallführungen aus dem JBL-Professional-Umfeld, zwei 12,4-Zentimeter-Mitteltöner und zwei 26,4-Zentimeter-Woofer. Zwei Bassreflexöffnungen unterstützen die Tieftonwiedergabe. Der angegebene Frequenzgang reicht von 28 Hertz bis 20 Kilohertz bei minus 6 Dezibel; beim Vorgänger waren es 30 Hertz.
AI Sound Boost analysiert das Musiksignal fortlaufend und soll den verfügbaren Pegel bei möglichst geringen Verzerrungen ausschöpfen. Wie gut der Algorithmus den Balanceakt zwischen Tiefbass, Lautstärke und Kompression beherrscht, lässt sich naturgemäß erst in einem Hörtest beurteilen. Bei der deutlich kleineren JBL PartyBox 520 überzeugte AI Sound Boost bereits mit sattem, kontrolliertem Bass und hoher Pegelfestigkeit.
Fast 48 Kilogramm und weiterhin ohne Akku
Die Bezeichnung „portabel“ sollte man beim neuen Spitzenmodell großzügig auslegen. Die PartyBox Ultimate 2 misst rund 46,7 × 105,3 × 49,3 Zentimeter und bringt 47,7 Kilogramm auf die Waage. Damit ist sie gut acht Kilogramm schwerer als ihre Vorgängerin. Größere, robustere Rollen und ein ergonomischer Griff sollen den Transport erleichtern.
Einen Akku besitzt das Flaggschiff weiterhin nicht. Die Stromversorgung erfolgt über ein Netzkabel. Wer tatsächlich fernab einer Steckdose feiern möchte, findet innerhalb der JBL-Familie etwa in der PartyBox 520 eine schwächere, aber erheblich mobilere Alternative mit Wechselakku. Ein ganz anderes Konzept verfolgt der von uns getestete Teufel Rockster 2: Der ebenfalls über 40 Kilogramm schwere Konkurrent besitzt einen austauschbaren Akku und richtet sich stärker an mobile Beschallungsaufgaben.
Der Lautstärkeregler wird zum Touchscreen
Die auffälligste Neuerung auf der Oberseite ist der Lautstärkeregler mit integriertem Touchscreen. Darüber lassen sich Musik, Klang, Beleuchtung und zentrale Einstellungen direkt an der Box steuern. Das Display zeigt außerdem den laufenden Titel sowie den gewählten Lichteffekt an. JBL spricht von der ersten PartyBox mit einem integrierten Touchscreen.
Für Karaoke-Abende bringt die Ultimate 2 EasySing AI Vocal Removal mit. Die Funktion reduziert per KI den Lead-Gesang eines beliebigen Songs, während die Begleitstimmen erhalten bleiben sollen. Damit ist man nicht auf einen speziellen Karaoke-Katalog angewiesen. Zusätzlich hat JBL einige Partyspiele in die Bedienoberfläche integriert.
Lichtshow jetzt mit Bodenprojektion
Auch optisch setzt JBL noch einen drauf. Ripple-Wave-Effekte ziehen sich über die gesamte Front, während eine mehrschichtige Beleuchtung für zusätzliche Tiefe und Bewegung sorgen soll. Neu ist eine Bodenprojektion, die die Lichtshow über das Gehäuse hinaus in den Raum erweitert. Effekte, Farben und weitere Funktionen lassen sich über die JBL One App steuern.
Das Gehäuse ist nach IPX4 gegen Spritzwasser geschützt. Kurze Spritzer steckt es damit weg, für dauerhaften Starkregen oder den Einsatz unmittelbar am Pool ist die Box jedoch nicht ausgelegt. JBL verwendet nach eigenen Angaben unter anderem recycelten Kunststoff und einen Hochtönermagneten aus recyceltem Material; die Verpackung besteht aus FSC-zertifiziertem Papier und wird mit Sojatinte bedruckt.

Wi-Fi 6, Auracast, USB-C und XLR
Bei der Konnektivität nähert sich die PartyBox Ultimate 2 einer veritablen Streaming- und Beschallungszentrale. Über Wi-Fi 6 unterstützt sie AirPlay 2, Google Cast, Roon Ready, Spotify Connect, Tidal Connect und Qobuz Connect. Bluetooth LE Audio und Auracast ermöglichen die drahtlose Verbindung zu Mobilgeräten sowie weiteren kompatiblen Lautsprechern.
Musik lässt sich außerdem verlustfrei über USB-C zuspielen. Für Fernseher und Karaoke-Setups gibt es einen optischen Digitaleingang, für DJ-Equipment einen XLR-Line-Eingang. Analoger Aux-, Mikrofon- und Gitarreneingang gehören laut technischem Datenblatt ebenfalls zur Ausstattung. Damit fällt die Anschlussauswahl deutlich praxisgerechter aus als bei vielen reinen Bluetooth-Lautsprechern.
Und was ist mit Dolby Atmos?
Eine auffällige Leerstelle bleibt in der Ankündigung: Beim Vorgänger stellte JBL Dolby Atmos über Wi-Fi prominent heraus. In der Pressemitteilung und der ausführlichen Featureliste zur PartyBox Ultimate 2 wird das 3D-Audioformat dagegen nicht mehr erwähnt. Ob Dolby Atmos tatsächlich entfällt oder lediglich in den bisherigen Unterlagen fehlt, lässt JBL offen. Deshalb führen wir es vorerst nicht als Ausstattungsmerkmal des neuen Modells auf.
Technische Daten der JBL PartyBox Ultimate 2
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Ausgangsleistung | 1.500 Watt |
| Lautsprecher | 2 × 26,4-cm-Woofer, 2 × 12,4-cm-Mitteltöner, 2 × 30-mm-PEN-Hochtöner mit Schallführungen |
| Frequenzgang | 28 Hz bis 20 kHz (−6 dB) |
| Funk | Wi-Fi 6, Bluetooth LE Audio, Auracast |
| Streaming | AirPlay 2, Google Cast, Roon Ready, Spotify Connect, Tidal Connect, Qobuz Connect |
| Eingänge | USB-C, optisch, XLR-Line-In, Aux-In, Mikrofon, Gitarre |
| App | JBL One |
| Schutzklasse | IPX4 |
| Abmessungen (B × H × T) | 46,7 × 105,3 × 49,3 cm |
| Gewicht | 47,7 kg |
| Stromversorgung | Netzbetrieb, kein Akku |
| Preis | 1.599 Euro / 1.599,95 CHF |
| Verfügbarkeit | ab 6. Oktober 2026 |
Preis und Verfügbarkeit
Die JBL PartyBox Ultimate 2 kommt am 6. Oktober 2026 für 1.599 Euro beziehungsweise 1.599,95 Schweizer Franken auf den Markt. Damit positioniert sie sich klar oberhalb der üblichen Akku-Partyboxen und eher als rollbare Komplettanlage für große Räume und Veranstaltungen. Ob die zusätzliche Leistung, das neue Drei-Wege-System und AI Sound Boost den stolzen Preis klanglich rechtfertigen, muss ein Test zeigen.
Weitere Informationen: JBL
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