Sonos schickt gleich zwei bekannte Produktlinien in die Ultra-Klasse. Die neue Soundbar Sonos Beam Ultra bekommt erstmals eigene Höhenkanäle für 7.1.2 Dolby Atmos. Der ANC-Kopfhörer Sonos Ace Ultra soll sich dagegen endlich direkt in das Multiroom-System einbinden lassen. Beide Neuheiten können ab sofort vorbestellt werden und kommen am 29. September 2026 auf den Markt.
Der Zusatz Ultra bleibt bei Sonos nicht länger der großen Arc Soundbar vorbehalten. Mit Beam Ultra und Ace Ultra erhalten nun auch die kompakte Soundbar und der Over-Ear-Kopfhörer eine technisch aufgewertete Variante. Dabei geht es nicht nur um kleinere Modellpflege: Die Beam Ultra bekommt ein neues Treiberkonzept, während der Ace Ultra wesentlich enger mit dem Sonos-System verzahnt wird.
Sonos Beam Ultra: Atmos geht in die Höhe
Die Sonos Beam Ultra bleibt mit 75 Zentimetern Breite, 10,5 Zentimetern Tiefe und 6,3 Zentimetern Höhe beinahe so kompakt wie die bisherige Beam. Im Inneren änderte sich jedoch einiges. Neun digitale Class-D-Endstufen treiben ebenso viele speziell abgestimmte Lautsprecherchassis an.
Vier flache Tieftöner kümmern sich um den Bass. Hinzu kommen fünf Hochtöner, von denen zwei seitlich über Schallführungen abstrahlen und die Stereobasis verbreitern sollen. Zwei weitere Treiber richten ihren Schall nach oben. Durch Reflexionen an der Zimmerdecke erzeugen sie die Höhenebene für eine echte 7.1.2-Wiedergabe mit Dolby Atmos. Die Beam der zweiten Generation musste entsprechende Höheneffekte noch vollständig virtuell erzeugen.
Auch den Center-Kanal hat Sonos überarbeitet. Dialoge sollen sich damit deutlicher vom übrigen Filmgeschehen abheben. Zusätzlich bietet die Beam Ultra vier Stufen der KI-gestützten Sprachverbesserung. Der Algorithmus erkennt menschliche Stimmen und hebt sie abhängig von der gewählten Intensität hervor. Der bekannte Nachtmodus reduziert starke Pegelsprünge und macht leise Details besser verständlich.
Die Trueplay-Einmessung passt den Frequenzgang an den jeweiligen Raum an und funktioniert inzwischen sowohl mit iOS- als auch mit Android-Geräten. Anschluss an den Fernseher findet die Soundbar über HDMI eARC beziehungsweise ARC. Außerdem bietet sie WLAN 6, Bluetooth 5.3 und Apple AirPlay 2. Analoge Quellen und Ethernet lassen sich über optionale Adapter am USB-C-Port anschließen.
Portable Sonos Speaker werden zu Rear-Lautsprechern
Die Beam Ultra kann zunächst alleine eingesetzt und später mit einem Sonos Sub sowie separaten Surround-Lautsprechern erweitert werden. Mit Sonos 27 kommen dafür erstmals auch die mobilen Modelle Sonos Play und Move 2 infrage.
Die neue Sonos Positioning Technology erkennt mithilfe von Hochfrequenzschall, wenn zwei kompatible Portable Speaker hinter dem Hörplatz positioniert werden. Das System weist ihnen daraufhin automatisch ihre Rollen als linker und rechter Rear-Lautsprecher zu. Nach dem Filmabend lassen sie sich wieder in Küche, Garten oder Schlafzimmer mitnehmen und dort wie gewohnt als mobile WLAN- und Bluetooth-Speaker verwenden.
Mit 2,88 Kilogramm bleibt die Beam Ultra leicht genug für eine Wandmontage. Sie ist in Schwarz oder Weiß erhältlich und kostet 699 Euro.

Sonos Ace Ultra: Vom Kopfhörer zum Systembaustein
Der Sonos Ace Ultra setzt auf einen neu entwickelten dynamischen 40-Millimeter-Treiber in jeder Ohrmuschel. Adaptive EQ soll Klangveränderungen ausgleichen, die durch Brillen, Haare oder einen nicht ganz dichten Sitz der Ohrpolster entstehen können. Über die Sonos App stehen außerdem ein klassischer 3-Band- und ein umfangreicherer 8-Band-Equalizer bereit.
Zehn Mikrofone bilden die Grundlage der nächsten ANC-Generation. Sonos verspricht eine gegenüber dem bisherigen Ace bis zu doppelt so starke Geräuschunterdrückung. Der Transparenzmodus „Aware“ lässt Außengeräusche gezielt passieren und kann Stimmen zusätzlich hervorheben.
Lossless Audio lässt sich über USB-C und mit geeigneten Zuspielern auch kabellos über Qualcomm aptX übertragen. Hinzu kommen 3,5-Millimeter-Analogbetrieb, 3D-Audio mit Dolby Atmos, dynamisches Headtracking sowie TrueCinema. Letzteres stimmt die virtuelle Heimkino-Wiedergabe des Kopfhörers auf den Hörraum und eine kompatible Sonos Soundbar ab.
Headphone Linking ohne Umweg über das Smartphone
Der wichtigste Fortschritt gegenüber dem ersten Ace steckt in der neuen Headphone Engine 2. Über das zunächst als Early-Access-Funktion angebotene Headphone Linking verbindet sich der Sonos Ace Ultra direkt mit dem heimischen Sonos-System.
Ein Druck auf die Content-Taste holt die laufende Musik vom Lautsprecher auf den Kopfhörer. Ein weiterer Tastendruck schiebt sie zurück ins Zimmer. Das soll mit Musik, Radio und anderen über das Sonos-System abgespielten Quellen funktionieren, ohne dass sich ein Smartphone in Reichweite befinden muss. Zu Hause kann der Ace Ultra außerdem Musik über WLAN empfangen. TV Audio Swap überträgt weiterhin den kompletten Fernsehton einschließlich Dolby Atmos von einer kompatiblen Sonos Soundbar auf den Kopfhörer.
Damit rückt der Ace Ultra wesentlich näher an das eigentliche Sonos-System heran als sein Vorgänger. Dieser ließ sich zwar für TV Audio Swap mit einer Soundbar koppeln, blieb ansonsten aber weitgehend ein klassischer Bluetooth-Kopfhörer.
Die Akkulaufzeit steigt auf bis zu 35 Stunden bei eingeschaltetem ANC. Drei Minuten am Ladegerät sollen für weitere drei Stunden Wiedergabe ausreichen. Ohrpolster und Akku sind austauschbar. Der 322 Gramm schwere Sonos Ace Ultra erscheint in Schwarz, Soft White, Agave und Sand.
Preise und Verfügbarkeit
Sonos Beam Ultra und Sonos Ace Ultra können seit dem 1. September 2026 vorbestellt werden. Beide kommen am 29. September regulär in den Handel. Die Beam Ultra kostet 699 Euro, für den Sonos Ace Ultra werden 449 Euro fällig. Headphone Linking startet zeitgleich als Early-Access-Funktion.
Weitere Informationen: www.sonos.com






