Leistung satt, Platz knapp: Während kompakte Endstufen ihre Muskeln fast immer mit effizienter Class-D-Technik spielen lassen, wählt IOTAVX bei der neuen B:ound einen ungewöhnlicheren Weg. Ihre analoge Class-B-Ausgangsstufe sitzt in einem nur 16,4 Zentimeter breiten und 7,5 Zentimeter hohen Gehäuse. Inklusive Anschlüssen und Füßen misst die Stereo-Endstufe 23,8 Zentimeter in der Tiefe und wiegt 2,4 Kilogramm.
Damit eignet sich die IOTAVX B:ound nicht nur für eine platzsparende Stereoanlage. Sie kann auch die Frontkanäle eines AV-Receivers übernehmen, sofern dieser entsprechende Pre-Outs besitzt. Die Neuheit lässt sich vom 1. bis 18. Oktober 2026 zum Einführungspreis von 549 Euro vorbestellen. Ausgeliefert werden soll sie ab dem 2. November.
Warum Class B in dieser Größe ungewöhnlich ist
Im Unterschied zu einer Class-D-Endstufe verstärkt die B:ound das Musiksignal nicht mithilfe einer hochfrequenten Pulsmodulation. Bei einer klassischen Class-B-Gegentaktschaltung teilen sich zwei Transistorzweige die positive und negative Halbwelle des Signals. Das ermöglicht einen höheren Wirkungsgrad als Class A, stellt die Entwickler am Nulldurchgang aber vor die Herausforderung, Übernahmeverzerrungen möglichst klein zu halten. Die meisten konventionellen HiFi-Verstärker arbeiten deshalb im verwandten Class-AB-Betrieb mit einem höheren Ruhestrom.
IOTAVX wirbt ausdrücklich mit einer „echten“ Class-B-Schaltung. Wie deren Arbeitspunkt im Detail realisiert wurde, verrät der Hersteller bislang nicht. Den Platzbedarf reduziert ein schnelles Schaltnetzteil anstelle eines großen klassischen Netztrafos. Class B bezeichnet hier also die Ausgangsstufe; die Stromversorgung arbeitet durchaus mit Schalttechnik.
2 × 200 Watt sind ein Wort
IOTAVX verspricht zweimal 200 Watt an 4 Ohm und zweimal 100 Watt an 8 Ohm. Als maximale Leistungsaufnahme nennt IOTAVX 505 Watt, was die Leistungsangaben untermauert. Der Frequenzgang soll von 10 Hertz bis 40 Kilohertz innerhalb eines Toleranzfensters von plus/minus 1 Dezibel reichen, der bewertete Signal-Rausch-Abstand 96 Dezibel betragen. Außerdem wirbt der Hersteller mit 40 Volt pro Mikrosekunde Anstiegsgeschwindigkeit und 700 Kilohertz Bandbreite. Mit einem THD+N-Wert von höchstens 0,0002 Prozent bei 100 Watt und 1 Kilohertz sollte auch Klirr kein Thema sein.



Cinch, Trigger und automatische Signalerkennung
Beim Anschluss hält es die B:ound bewusst einfach. Das Signal eines Vorverstärkers, Streamers mit regelbarem Ausgang oder AV-Receivers gelangt über ein Paar Cinch-Buchsen in die Endstufe. Symmetrische XLR-Eingänge gibt es nicht. Für die passiven Lautsprecher stehen solide Schraubklemmen bereit.
Ein Schiebeschalter auf der Rückseite legt den Betriebsmodus fest. In der Auto-Stellung erkennt die Endstufe ein anliegendes Musiksignal und schaltet sich selbstständig ein. Bleibt das Signal 20 Minuten lang aus, wechselt sie wieder in den Standby-Modus. Alternativ folgt die B:ound über ihren Trigger-Eingang dem Ein- und Ausschalten einer anderen Komponente. Ohne angeschlossenes Trigger-Kabel lässt sie sich auch manuell über die Taste auf der Front bedienen.
Der Standby-Verbrauch soll unter 0,5 Watt liegen. Ein Mikrocontroller überwacht den Betrieb; bei zu hoher Temperatur warnt zunächst die blinkende Betriebsanzeige, bevor sich die Endstufe zum Schutz abschaltet. Laut Anbieter reagiert die Schutzschaltung zudem auf Kurzschluss und Überlastung.
Einführungspreis und Verfügbarkeit
Die IOTAVX B:ound kostet regulär 699 Euro. Wer sie zwischen dem 1. und 18. Oktober 2026 direkt im IOTAVX-Onlineshop vorbestellt, zahlt 549 Euro und spart damit 150 Euro oder rund 21 Prozent. Die Aktion ist auf 100 Exemplare begrenzt; entscheidend ist die Reihenfolge der Bestellungen.
Die Auslieferung soll am 2. November 2026 beginnen. Wer beim Einführungspreis leer ausgeht, kann die Endstufe anschließend zum regulären Preis bestellen.
Hersteller und Vorbestellung: IOTAVX B:ound






