Mit JBL Cove startet der amerikanische Audiospezialist ein neues Multiroom-System aus drei unterschiedlich großen WLAN-Lautsprechern. Cove M1, P1 und X1 spielen einzeln, als Stereo-Paar oder gemeinsam in mehreren Räumen. Zwei Modelle lassen sich zudem als kabellose Rear-Speaker für aktuelle JBL-Soundbars verwenden. Der Marktstart ist für Oktober 2026 vorgesehen.
Ein System für das ganze Haus
Die drei JBL-Cove-Lautsprecher werden über die JBL-One-App eingerichtet und zu Gruppen zusammengefasst. Dabei soll es möglich sein, die Wiedergabe in einem einzelnen Zimmer zu starten, ohne zuvor bestehende Gruppen auflösen oder das System neu konfigurieren zu müssen.
Eine interessante Komfortfunktion nennt JBL „Music Follows Me“: Durch längeres Drücken der Moment-Taste übernimmt der jeweilige Lautsprecher die gerade laufende Playlist oder den Ton einer verbundenen Soundbar. Das Smartphone muss dafür nicht herausgeholt werden.
Die Ersteinrichtung soll in drei Schritten erfolgen und zunächst kein JBL-Benutzerkonto voraussetzen. Für kostenpflichtige Streaming-Dienste werden selbstverständlich weiterhin die jeweiligen Zugangsdaten benötigt.
Breite Streaming-Unterstützung
Bei den Übertragungswegen fährt JBL erfreulich breit auf. Neben WLAN und Bluetooth unterstützen alle drei Cove-Modelle Apple AirPlay 2, Google Cast, Spotify Connect, Tidal Connect und Qobuz Connect. Hinzu kommen Roon Ready und die Wiedergabe von Hi-Res-Audio. Über die Moment-Taste lässt sich außerdem Spotify Tap aufrufen.
Die angekündigte Sprachsteuerung über Alexa+ bleibt deutschen Käufern vorerst verwehrt. Sie soll später im Jahr 2026 per Software-Update starten, zunächst allerdings ausschließlich in den USA.
Alle drei Modelle sind als Zwei-Wege-Lautsprecher ausgelegt und besitzen eine automatische Einmessung. Die von JBL als „Constant Sound Field“ bezeichnete Technik soll für eine möglichst gleichmäßige Klangbalance im Raum sorgen. AI Sound Boost analysiert das Signal in Echtzeit und soll insbesondere bei höheren Pegeln Verzerrungen reduzieren.
JBL Cove M1: Kompakter Einstieg
Der Cove M1 bildet mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 229,99 Euro den Einstieg in das neue System. Trotz seiner kompakten Positionierung kombiniert er zwei 30-Millimeter- und einen 20-Millimeter-Hochtöner mit Seidenkalotten und Neodym-Antrieb. Für den Bass ist ein 4-Zoll-Tieftöner zuständig.
Der M1 wird ausschließlich am Stromnetz betrieben und besitzt weder Akku noch ausgewiesenen Schutz gegen Staub und Wasser. Dolby Atmos gehört ebenfalls nicht zu seiner Ausstattung. Dafür kann er neben dem klassischen Stereo- und Multiroom-Betrieb auch als kabelloser Rear-Lautsprecher für eine kompatible JBL-Soundbar eingesetzt werden.

JBL Cove P1: Mobil mit Dolby Atmos
Der JBL Cove P1 ist das einzige mobile Modell des Trios. Sein Akku soll bis zu 14 Stunden durchhalten. Eine Ladestation gehört zum Konzept, sodass der Lautsprecher zu Hause einen festen Platz haben kann und sich bei Bedarf mitnehmen lässt. Dank IP56-Zertifizierung ist er gegen Staub und Strahlwasser geschützt.
Akustisch kombiniert der P1 drei 30-Millimeter- und einen 20-Millimeter-Hochtöner mit einem 4-Zoll-Tieftöner. Einer der 30-Millimeter-Treiber strahlt nach oben ab und ermöglicht die Wiedergabe von Dolby-Atmos-Inhalten.
Auch der P1 lässt sich als einzelner Lautsprecher, im Stereo-Paar, innerhalb einer Multiroom-Gruppe oder als Rear-Speaker einer JBL-Soundbar nutzen. Der Preis beträgt 449,99 Euro.
JBL Cove X1: Zwei Tieftöner für mehr Fundament
Das Spitzenmodell Cove X1 besitzt vier 30-Millimeter-Hochtöner, von denen einer nach oben abstrahlt. Dazu kommen gleich zwei 4-Zoll-Tieftöner. Der X1 unterstützt ebenfalls Dolby Atmos, ist jedoch anders als der P1 auf den stationären Netzbetrieb ausgelegt.
Mit 499,99 Euro kostet der X1 lediglich 50 Euro mehr als das mobile Schwestermodell. Dafür verzichtet er auf Akku und IP56-Schutz, verspricht mit seinem zweiten Tieftöner aber mehr Bassreserven.
Eine Besonderheit gibt es bei der Zusammenarbeit mit den aktuellen JBL-Soundbars: Der Cove X1 kann deren Tonsignal im Rahmen einer Multiroom-Musikwiedergabe übernehmen, lässt sich zum Marktstart jedoch nicht als Rear-Kanal einsetzen. Diese Funktion bleibt zunächst Cove M1 und P1 vorbehalten.
Cove als Erweiterung für JBL Bar MK2
JBL nennt die Soundbars Bar 300MK2, Bar 500MK2, Bar 800MK2, Bar 1000MK2 und Bar 1300MK2 als kompatibel. Cove M1 und P1 können bei diesen Modellen paarweise die hinteren Kanäle übernehmen und so aus einer kompakten Soundbar-Anlage ein räumlicheres Heimkino-System machen.
Die kleinste kompatible Soundbar kennen wir bereits: Die JBL Bar 300MK2 überzeugte im STEREO-GUIDE-Test mit kraftvollem Klang, hoher Dynamik und der vielseitigen JBL-One-App. Dafür erhielt sie unseren Kauftipp. Die nachträgliche Erweiterbarkeit durch zwei Cove-Lautsprecher macht das Konzept nun deutlich flexibler.
Preise und Verfügbarkeit
JBL Cove soll im Oktober 2026 jeweils in Schwarz und Weiß auf den Markt kommen:
- JBL Cove M1: 229,99 Euro
- JBL Cove P1: 449,99 Euro
- JBL Cove X1: 499,99 Euro
Auf dem Papier deckt die neue Familie damit drei recht unterschiedliche Einsatzgebiete ab: vom kompakten Multiroom- und Rear-Lautsprecher über das portable Modell bis zum kräftigeren stationären Speaker. Wie überzeugend die automatische Raumeinmessung, Dolby Atmos und das Zusammenspiel mit den Soundbars in der Praxis funktionieren, muss ein Test zeigen. Angaben zu Abmessungen, Gewicht, Verstärkerleistung und den konkret unterstützten Hi-Res-Auflösungen macht JBL bislang noch nicht.
Weitere Informationen unter: www.jbl.com






