Cambridge Audio bringt mit dem Spira einen Plattenspieler auf den Markt, der den Einstieg ins Vinyl-Hobby mit vielseitigen Anschlussmöglichkeiten verbindet. Für 349 Euro gibt es einen Riemenantrieb, einen bereits montierten Audio-Technica-Tonabnehmer und einen eingebauten Phono-Vorverstärker. Ein Bluetooth-Sender schickt die Musik auf Wunsch drahtlos zu Lautsprechern oder Kopfhörern. Dazu kommen fünf Gehäusefarben und Möglichkeiten, den Spieler später aufzurüsten.
Die Schallplatte bringt ihr eigenes Ritual mit: Platte aus der Hülle ziehen, auflegen, Nadel absenken. Cambridge Audio möchte mit dem Spira dafür sorgen, dass diesem Vergnügen möglichst wenig Aufwand vorausgeht. Der neue Plattenspieler richtet sich an Vinyl-Einsteiger ebenso wie an Musikfreunde, die ihre vorhandene Anlage um eine unkomplizierte analoge Quelle erweitern möchten. Seine Ausstattung erlaubt dabei wie der bereits von STEREO GUIDE getestete Cambridge Alva ST unterschiedliche Wege vom Plattenteller zum Ohr.
Anschluss gesucht? Anschluss gefunden!
Der integrierte Phono-Vorverstärker übernimmt die Entzerrung des Tonabnehmersignals und hebt es auf das für einen normalen Hochpegeleingang erforderliche Niveau an. Damit lässt sich der Spira beispielsweise an einen Verstärker ohne eigenen Phono-Eingang oder an entsprechend ausgestattete Aktivlautsprecher anschließen. Ein separater Phono-Vorverstärker muss dafür nicht angeschafft werden.
Wer bereits einen Phono-Eingang an seinem Verstärker besitzt oder später mit einer externen Phono-Stufe experimentieren möchte, kann die eingebaute Schaltung umgehen. Dann steht das unverstärkte Tonabnehmersignal zur Verfügung. Cambridge Audio nennt dafür die hauseigenen Modelle Alva Solo und Alva Duo als mögliche Ergänzungen. Der Spira lässt sich also auch in eine Anlage integrieren, deren Phono-Zweig schon vorhanden ist oder gezielt aufgerüstet werden soll.
Eine weitere Verbindungsmöglichkeit eröffnet der eingebaute Bluetooth-Sender. Er überträgt die Musik von der Schallplatte an kompatible Bluetooth-Lautsprecher oder -Kopfhörer. Das ist praktisch, wenn der Plattenspieler beispielsweise mit einer vorhandenen Funkbox zusammenspielen soll oder man seine Vinyl-Schätze über kabellose Kopfhörer genießen möchte.


Spielraum für den Tonabnehmer
Der Audio-Technica-Tonabnehmer wird bereits montiert und ausgerichtet geliefert. Die Montage und Justage des Systems entfallen damit beim ersten Aufbau. Für eine spätere Aufrüstung nennt Cambridge Audio eine elliptische 3600LE-Nadel von Audio-Technica, die eine verbesserte Abtastung ermöglichen soll. Dafür wird der Nadeleinschub gewechselt, während der vorhandene Tonabnehmer weiterverwendet werden kann.
Auch ein vollständiger Systemwechsel ist vorgesehen: Der Tonarm aus einer Aluminiumlegierung besitzt eine abnehmbare Headshell. Dadurch lässt sich der Tonabnehmer zur Montage vom Arm lösen. Ein einstellbares Gegengewicht erlaubt es, die Auflagekraft anzupassen. Auch das Antiskating ist justierbar. Diese Einstellung wirkt der Kraft entgegen, die den Tonarm beim Abspielen zur Plattenmitte zieht. Beides gehört zu den Voraussetzungen, um einen Tonabnehmer passend einzustellen.
Schwerer Teller, einfache Tempowahl
Als Fundament dient ein lackierter Holzsockel. Darin sitzt der Motor, der über einen Riemen einen Subteller antreibt. Der eigentliche Plattenteller besteht aus Stahl und wiegt 1,8 Kilogramm. Seine hohe Masse soll laut Cambridge Audio zu einer stabilen Rotation beitragen und Vibrationen verringern.
Eine Filzmatte liegt zwischen Teller und Schallplatte. Sie soll Resonanzen kontrollieren und verhindern, dass die Platte während der Wiedergabe verrutscht. Vibrationsdämpfende Füße sollen zudem die Übertragung von Erschütterungen aus dem Untergrund reduzieren. Für die Masseverbindung bei entsprechender Verkabelung steht ein Erdungsanschluss bereit.
Die Drehzahl lässt sich mit einem einzigen Drehschalter elektronisch zwischen 33⅓ und 45 Umdrehungen pro Minute umstellen. Damit deckt der Spira die üblichen Abspielgeschwindigkeiten für Langspielplatten, Singles und entsprechend geschnittene Maxi-Singles ab. Eine getönte, mit Scharnieren befestigte Staubschutzhaube schützt Spieler und Nadel zwischen den Hörsitzungen.
Fünf Farben fürs Vinyl
Neben Schwarz und Weiß bietet Cambridge Audio den Spira auch in Blau, Grün und Orange an. Die Farbpalette ist auf die aktiven Stereolautsprecher der L/R-Reihe abgestimmt. So lassen sich Plattenspieler und Lautsprecher auch optisch zu einer Anlage kombinieren. Wer bereits passende Lautsprecher besitzt, kann den Spieler natürlich ebenso nach dem eigenen Geschmack oder der Einrichtung auswählen.
Der Cambridge Audio Spira ist ab dem 14. Oktober 2026 für 349 Euro über die Website des Herstellers und autorisierte Händler erhältlich. Zum Paket gehören der vormontierte Audio-Technica-Tonabnehmer, der eingebaute Phono-Vorverstärker, der Bluetooth-Sender und die Staubschutzhaube.
Mehr unter: www.cambridgeaudio.com






