Die schwedische HiFi-Marke Audio Pro hat ihre neue W-Generation vorgestellt – eine Produktfamilie, die nach eigenen Angaben nicht nur ein Facelift, sondern einen grundlegenden Neustart markiert. Neben einem überarbeiteten Klangkonzept und einem neuen Design steht vor allem die App-Integration mit WiiM-Technologie im Mittelpunkt. Doch was bringt die neue Generation wirklich?
Mehr Kontrolle dank WiiM-App
Im Kern der W-Generation steckt ein umfassender Wechsel in der Software-Steuerung. Die neue Audio Pro App, entwickelt auf Basis der WiiM-Plattform, soll nicht nur stabiler, sondern auch vielseitiger sein. Dazu zählen:
- komplett überarbeitete Benutzeroberfläche
- erweiterte EQ- und Raumkorrektur-Funktionen
- Unterstützung für zusätzliche Streamingdienste wie Tidal, Qobuz oder Amazon Music
- verbesserte Multiroom-Optionen
- synchronisiertes Wi-Fi-Timing
Der Hersteller betont, dass damit „eine neue Ära des Multiroom-Hörens“ beginne. Ob die App tatsächlich stabiler und intuitiver läuft als die Vorgängerversion, werden die Nutzer im Alltag beurteilen müssen – denn gerade die Software war in der Vergangenheit nicht frei von Kritik. Immerhin: Alle neuen Modelle sind abwärtskompatibel und lassen sich mit älteren Audio Pro Lautsprechern kombinieren.

Neuer Klangcharakter
Audio Pro verspricht für die W-Generation eine deutlich überarbeitete Sound-Signatur. Die Lautsprecher sollen dynamischer und lauter spielen, ohne an Klarheit zu verlieren.
- Beim Flaggschiff A48 W spricht der Hersteller von bis zu +15 dB höherem Schalldruck und mehr Präzision durch optimierte BMR-Hochtöner.
- Der A15 W soll nun kräftigeren Bass und eine längere Akkulaufzeit liefern.
- Auch die kleineren Modelle wie A10 MkII W und C5 MkII W wurden im Frequenzgang optimiert.
Ob das Versprechen „HiFi-Sound aus kompakten All-in-One-Systemen“ eingelöst wird, bleibt abzuwarten – gerade weil diese Geräteklasse traditionell zwischen mobiler Alltagstauglichkeit und ernsthaftem HiFi balanciert.
Skandinavisches Redesign
Neben Klang und Software hat Audio Pro auch das Design vereinheitlicht. Ziel: eine geschlossene visuelle Linie über die gesamte Serie hinweg. Das bedeutet:
- abgestimmte Stoffbespannungen und Metalloberflächen
- vereinheitlichte Farbpalette, Logo-Positionen und Bedienelemente
- wahlweise neue Walnuss-Finishs für einzelne Modelle
Die bekannten, minimalistischen Silhouetten bleiben, wirken aber insgesamt hochwertiger und wohnraumfreundlicher. Subtile Detailänderungen wie verbesserte Rückplatten oder griffigere Bedientasten zeigen, dass Audio Pro hier viel Wert auf die Optik legt – ein wichtiger Punkt in einem Markt, in dem Design inzwischen fast so wichtig wie der Klang ist.
Die Modelle im Überblick
Ab dem 5. September 2025 sind folgende Geräte der W-Generation verfügbar:
- Kompakt: A10 MkII W (220 £ / 250 Euro), A15 W (350 £ / 400 Euro).
- Mittelklasse: A28 W (500 £ / 600 Euro; auch in Walnuss), A38 W (700 £/ 800 Euro).
- High-End: A48 W (950 £ / 1.100 Euro).
- Classic-Serie: C5 MkII W (250 £ / 300 Euro), C10 MkII W (350 £ / 400 Euro), C20 W (450 £ / 550 Euro).
- Drumfire-Serie: Drumfire D-2 W (350 £ / 400 Euro), Drumfire II W (600 £ / 700 Euro)
- US-Preise will Audio Pro im Oktober nachreichen.
Mit der W-Generation wagt Audio Pro keinen radikalen Bruch, sondern setzt auf behutsame, aber wichtige Verbesserungen: stabilere App, optimierter Klang und ein stimmiges Design. Für Bestandskunden ist die Kompatibilität mit älteren Modellen ein klares Plus. Ob die vollmundigen Klangversprechen tatsächlich halten, was sie ankündigen, wird der Praxistest zeigen müssen. Klar ist aber schon jetzt: Die Schweden wollen nicht nur mit Sound, sondern auch mit Bedienkomfort und Ästhetik punkten – und damit ihren Platz im heiß umkämpften Multiroom-Segment sichern.






