Ein Buchstabe mehr, vier Digitaleingänge dazu: Mit dem TAD-A1000D erweitert Technical Audio Devices seine Evolution-Serie um einen Vollverstärker mit eingebautem D/A-Wandler. Die Basis liefert der rein analoge A1000, dessen Verstärkerschaltung die neue Variante übernimmt. Für den deutschen Markt nennt TAD Dezember 2026 als Liefertermin und eine unverbindliche Preisempfehlung von 33.000 Euro.
Vier digitale und fünf analoge Eingänge
Das zusätzliche Digital Main Board bringt einen symmetrischen XLR-Digitaleingang, einen koaxialen Cinch-Anschluss, einen optischen TosLink-Eingang und eine USB-B-Buchse mit. Damit finden beispielsweise CD-Laufwerke, Netzwerktransporter und Computer Anschluss, ohne einen separaten D/A-Wandler zu benötigen.
Über den symmetrischen und koaxialen Eingang verarbeitet der A1000D PCM-Signale mit Abtastraten bis 192 kHz, über TosLink bis 96 kHz. USB erlaubt PCM bis 384 kHz sowie DSD64, DSD128 und DSD256 mit bis zu 11,2 MHz. Die analoge Anschlussausstattung bleibt umfangreich: Drei symmetrische Stereo-Eingänge über XLR und zwei Stereo-Eingänge über Cinch stehen zur Verfügung.
Taktgeber aus der Reference-Serie
Bei der Digitaltechnik greift TAD auf Entwicklungen aus seiner Reference-Serie zurück. Der Ultra-High-Precision Crystal Generator, kurz UPCG, kommt in dritter Generation zum Einsatz. Seine Technologie wurde ursprünglich für den CD/SACD-Spieler TAD-D700 entwickelt. Ein SC-Cut-Quarz soll Phasenrauschen und temperaturbedingte Frequenzabweichungen gering halten. Die USB-Schnittstelle arbeitet asynchron und nutzt eine hauseigene Schaltung mit FPGA.
Auch die analoge Aufbereitung hinter dem D/A-Wandler betreibt TAD mit einigem Aufwand. Die Strom-Spannungs-Wandlung übernimmt ein eigener Verstärker mit Stromgegenkopplung. Er führt den Ausgangsstrom der Wandler direkt in die Gegenkopplung zurück. TAD will damit einen einfachen, niederohmigen und störungsarmen Signalweg erreichen. Zu den ausgewählten Bauteilen gehören nichtmagnetische Kohleschichtwiderstände und paarweise abgeglichene Feldeffekttransistoren.



Zwei Verstärker pro Kanal
Die Leistungssektion entspricht der des A1000. Pro Kanal arbeiten zwei Verstärker in einer BTL-Brückenschaltung, ausgeschrieben Bridge-Tied Load. TAD legt dabei Wert auf einen symmetrischen Aufbau zwischen positiven und negativen Signalpfaden sowie zwischen den beiden Kanälen – bis hin zu Leiterbahnen und Kabellängen. Die Ausgangsleistung beziffert der Hersteller auf zweimal 250 Watt an 4 Ohm, gemessen bei 1 kHz.
Ein großer Ringkerntransformator versorgt die Schaltung. Für beide Kanäle gibt es separate Wicklungen sowie eigene Schaltungen zur Gleichrichtung, Glättung und Stabilisierung. Hinzu kommen vier für TAD entwickelte Siebkondensatoren mit jeweils 33.000 Mikrofarad. Die Vorstufe arbeitet mit einem einstufigen Verstärker mit Stromgegenkopplung; die elektronische Lautstärkeregelung nutzt ein geschaltetes Widerstandsnetzwerk.
Fünf Kammern, drei Füße, 29 Kilogramm
Im Gehäuse sind Vorstufe, Endstufe, Transformator, Steuerung und Digitaleingang auf fünf Kammern verteilt. Für Digital-, Vor- und Endstufe sieht TAD getrennte Massepunkte vor. Die Stromversorgung ist zusätzlich mechanisch und elektrisch abgeschirmt.
Drei Füße mit innenliegenden, umgekehrten Spikes sollen die Übertragung äußerer Schwingungen reduzieren. Den mittig platzierten Lautstärkeknopf lagert TAD auf Kugellagern; die groß dimensionierten Lautsprecherklemmen orientieren sich an den Endverstärkern der Reference-Serie. Mit 44 Zentimetern Breite, 20 Zentimetern Höhe und 55,3 Zentimetern Tiefe bringt der Vollverstärker 29 Kilogramm auf die Waage.
Preis und Verfügbarkeit
Der TAD-A1000D soll ab Dezember 2026 bei ausgewählten Fachhändlern erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 33.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Der rein analoge TAD-A1000 bleibt für 26.000 Euro im Programm. Die integrierte Digitalausstattung kostet damit 7.000 Euro Aufpreis.
Weitere Informationen: TAD.






